19. März 2022
Sport

Große Fragezeichen beim VfL

Beim Heimspiel der Wolfsburger ist ungewiss: Rückkehr der Fanszene – Einsatz von Casteels

Ob Torwart Koen Casteels morgen für seine Mannschaft im Tor steht, war am Donnerstag bei Redaktionsschluss noch unklar. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Ok, das hätte auch anders laufen können in Freiburg am letzten Wochenende. Nach einer ersten Halbzeit ohne einen Torschuss und jeglichen Biss, drehte die Mannschaft des VfL Wolfsburg das Spiel in der zweiten Hälfte und machte aus einem 0:2 Rückstand eine zwischenzeitliches 2:2. Am Ende gewann der SC mit 2:3, dabei wäre durchaus auch ein Sieg drin gewesen. So sieht es auch VfL-Stürmer Max Kruse, der bekanntlich gern mal Tacheles redet: „Wir haben auf gut Deutsch gesagt, scheiße verteidigt“, polterte er gegenüber „Sky“ und sieht seine Kollegen aus der Abwehr in der Verantwortung für den Siegtreffer des SC Freiburg.

Nicht ganz so hart will Trainer Florian Kohfeldt mit seiner Mannschaft ins Gericht gehen. „Wir haben in keiner Phase des Spiels Probleme. Wenn, dann vielleicht im Nachrücken. Aber wir haben die Partie halt mit individuellen Fehlern weggeschenkt. Das macht die Niederlage so ärgerlich“, sagte er den Wolfsburger Nachrichten. Auch in der Nachbetrachtung des Spiels habe er in der ersten Halbzeit einen „gar nicht so verkehrten VfL“ gesehen. „Wir haben viel mehr Lösungen, mehr Staffelungen, haben Ebenen und Tiefen gehabt“, so Kohfeldt gegenüber den WN.
Bleibt abzuwarten, was dem VfL am Sonntag (Anpfiff 17.30 Uhr) im eigenen Stadion gegen Bayer Leverkusen gelingt. Das Hinspiel war das erste für Florian Kohfeldt als VfL-Trainer – und mit einem 2:0 Sieg ein erfolgreicher Einstand für den 39-Jährigen.

Nicht nur Torhüter Koen Casteels könnte aufgrund seiner Hüftprobleme der Mannschaft dann noch weiter fehlen. Die Profis hatten sich eigentlich auch auf deutlich verstärkten Fan-Support und ein besser gefülltes Stadion gefreut. Nach fast zwei Jahren Abwesenheit hatte die aktive Fanszene des VfL für dieses Spiel die Rückkehr aller VfL Fans und der Wolfsburger Fankultur in die Volkswagen Arena angekündigt. Zu Redaktionsschluss am Donnerstag war das jedoch wieder offen, weil die niedersächsische Landesregierung überlegt, die durch den jüngsten Bund-Länder-Beschluss in Aussicht gestellten Corona-Lockerungen auch im Bereich der Großveranstaltungen vorerst nicht voll umsetzen. Dann bliebe zumindest die 2G-Regel im Stadion bestehen und eine Nordkurven-Rückkehr der aktiven Fanszene unwahrscheinlich: Sie hat die Spiele unter Corona-Auflagen boykottiert, weil unter solchen Bedingungen ein echtes Stadionerlebnis mit Atmosphäre nicht möglich sei.

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