5. März 2022
Politik

Helmstedt steht an der Seite der Ukraine

Hilfsgüter, Mahnwachen und die Aufnahme von Flüchtlingen: Der Landkreis hilft

Helmstedt. Der Überfall von Präsident Putins Truppen auf die Ukraine hat auch die Menschen in unserer Region tief bewegt. Überall im Landkreis gab es in dieser Woche Veranstaltungen, die die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zum Ausdruck brachten, und es gab konkrete Hilfen für das Land und Geflüchtete.

So machte sich am Mittwoch ein Konvoi aus fünf Kleintransportern, bepackt mit Iso-Matten, Schlafsäcken, Decken, Sanitär- und Hygieneartikeln, Medikamenten, Babynahrung und Windeln von Schöningen aus auf den Weg an die polnische Grenze, wo die Hilfsgüter umgeladen wurden, um nach Solotschiw – seit 1996 Schöningens Partnerstadt im Westen der Ukraine nahe Lwiw – zu gelangen.
Derweil bereitete sich der Landkreis konkret auf die Aufnahme von Geflüchteten vor.

Wie viele Menschen in den Landkreis kommen, entscheidet das Land; nach einem Verteilschlüssel wird eine bestimmte Anzahl den Kommunen zugeordnet. Die zentrale Verteilung in der Region läuft über die Landesaufnahmebehörde (LAB) in Braunschweig, sagte Landrat Gerhard Radeck. Der Landkreis übernimmt schließlich die Verteilung auf die Kommunen, abhängig von deren Wohnraumkapazitäten. Geplant sei eine erste Anlaufstelle in Esbeck, die noch in dieser Woche 200 bis 300 Menschen im kreiseigene Gebäude Am Eschenbach aufnehmen könne. Auch die Bürgermeister aus Helmstedt, Wittich Schobert, Schöningen, Malte Schneider, und Königslutter, Alexander Hoppe, erklärten sich bereit, kurzfristig Menschen aufnehmen zu können. Teils meldeten sich Bürger und böten private Unterkünfte an, hieß es aus den Städten.

Und schließlich bekundeten Mahnwachen mit Kerzen und zahlreiche Spendensammlungen wie etwa am Mittwoch in Lehre oder am Freitag in Schöningen die gedankliche Verbundenheit der Menschen hier mit den unschuldigen Opfern dieses Krieges.

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