29. Januar 2022
Sport

Die Suche nach dem Nebenmann

Durch Gelbsperren von Behrendt und Schultz ist Strompf gegen Verl einziger Innenverteidiger

Philipp Strompf. Foto: Sebastian Priebe/Regios24

Braunschweig (red). Die englische Woche endet für Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig mit einem Heimspiel. Am Montag ist der SC Verl zu Gast im Stadion an der Hamburger Straße (19 Uhr). 500 Zuschauer dürfen der Partie beiwohnen.

Am Wochenende zuvor gab es einen 1:0-Sieg gegen Halle. Am vergangenen Mittwoch hatten die Löwen ihr Auswärtsspiel beim FSV Zwickau bitter und knapp mit 0:1 verloren. Cheftrainer Michael Schiele sagte dazu: „Der FSV erzielt den Siegtreffer mit einer einzigen Chance. Ein super langer Ball, vielleicht auch ein Fehler von uns. Wir waren in der Situation nicht so entschlossen und kompromisslos. Über die 90 Minuten kann man eigentlich gar nicht so viel sagen. Wir haben den Ball und den Gegner laufen lassen. Wir haben die ganze Zeit immer wieder den Ball auf das Tor gebracht, er wollte aber einfach nicht reingehen. Ich glaube, wir hätten noch länger spielen können und auch dann hätten wir keinen Treffer erzielt. Wir haben unsere vielen Chancen nicht reingemacht und in Eins-gegen-Eins-Situationen im Nachschuss nicht getroffen, das war schon brutal. Sehr schade für die Mannschaft. Es gibt keinen Vorwurf, man hat unser Spiel gut anschauen können. Es tut weh, dass wir mit null Punkten nach Hause fahren. Dennoch denke ich, dass wir viel Positives mitnehmen können und beim nächsten Mal mehr aus den Chancen machen.“

Der 43-Jährige kann gegen die Verler wieder auf Stürmer Lion Lauberbach zurückgreifen. Der Acht-Tore-Mann gab sein Comeback gegen den FSV. Über den 23-Jährigen sagte Schiele: „Er hat sehr viel Spielfreude, kann mit dem Ball umgehen und das Leder vorne halten. Er ist ein kompletter Fußballer mit vielen Fähigkeiten. Das hat ihn ausgemacht, wir wussten was er kann. Das hat er umgesetzt und sich bislang stetig weiterentwickelt.“ Außerdem sagte der Coach: „Er ist immer eine Option für die Startelf.“

Die muss der Trainer der Löwen aber auf jeden Fall verändern. Denn seine Stamm-Innenverteidigung fehlt gesperrt. Brian Behrendt und Michael Schultz sahen in Zwickau jeweils die 5. gelbe Karte. „Natürlich sind die Sperren bitter. Das ist unser Innenverteidiger-Duo, das über die ganze Hinserie hinweg seinen Teil dazu beigetragen hat, dass wir viele Spiele zu Null gespielt haben“, erkannte der Trainer der Löwen an. „Sie haben so lange die vierte gelbe Karte mitgezogen, da ist es schade, dass es beide gleich auf einmal trifft.“
Mit Philipp Strompf steht ein weiterer Innenverteidiger im Kader. Gegen Zwickau spielte er mit Behrendt und Schultz in einer Dreierkette. „Pippo hat sich gut reingeworfen, hatte die Chance per Kopf. Mit Ball war es in Ordnung“, so der Eintracht-Coach über Strompfs Auftritt. Es war dessen zweites Spiel in der Startelf. „Er muss sein Spiel durchziehen, ist einer der Innenverteidiger, der noch da ist. Und wir werden schon den passenden Nebenmann finden“, betonte der Eintracht-Coach.

Strompf und Co. bekommen es mit einem SC Verl zu tun, der sich in akuter Abstiegsgefahr befindet. Die Ostwestfalen spielen eine wechselhafte Saison unter Trainer Rino Capretti, der den Verein am Saisonende verlassen wird. Zuletzt setzte es eine Niederlage gegen den SV Meppen (0:1).
Bester Torschütze der Schwarz-Weißen ist Stürmer Cyrill Akono (7 Treffer), dahinter reihen sich Lukas Petkov und der Ex-Braunschweiger Leandro Putaro (jeweils 6) ein. Augenmerk sollte man auch auf Kasim Rahibic legen. Der Offensivspieler legte bereits elf Verler Tore ein. Die umgebaute Defensive der Braunschweiger wird also sicher ordentlich zu tun bekommen.

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