21. Dezember 2021
Arbeit

Helmstedter Handwerk ist auf 2022 vorbereitet

Kreishandwerksmeister sieht das Handwerk als stabilisierenden Faktor

Claudius Nitschke und Martin Beuermeister. Foto: Erik Beyen.

Helmstedt. Das Handwerk im Landkreis hat ein denkwürdiges Jahr hinter sich gebracht. Die Corona-Krise und ihre Folgen überschattete auch das tägliche Schaffen in den Betrieben. Und dennoch: Kreishandwerksmeister Martin Bauermeister kann dem scheidenden Jahr positive Aspekte abgewinnen, insbesondere im Hinblick auf das neue Jahr.

Eine der schwersten Verwerfungen war eine Folge der Corona-Pandemie samt Lockdown und Co. Materialknappheit in allen Bereichen. Plötzlich waren Preise oder auch Termine kaum mehr bis überhaupt nicht einhaltbar. Baustellen- oder Personalmanagement – für das Handwerk eine echte Gratwanderung. „Gerade in dieser Phase hat sich das Handwerk als stabilisierender Faktor für die Volkswirtschaft herausgestellt“, so Martin Bauermeister.

Claudius Nitschke, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Helmstedt-Wolfsburg, verweist auf einen weiteren positiven Aspekt: „Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist trotz der Pandemie und all ihrer Folgen erhalten geblieben. Mit 156 Ausbildungsverträgen konnten wir das Vorjahresniveau nahezu halten“, sagte er am Telefon. Die Zahl bezieht sich auf den Stichtag 30. November. Bis zum 31. Dezember könne sich nach wie vor etwas tun, so Nitschke weiter.

Die Verwerfungen durch die Corona-Pandemie hat das Handwerk 2021 vor verschiedene Probleme gestellt, auch im Bereich des Personals: Quarantäne, Erkrankte, aber: „Wir sind auf viel Verständnis unter den Kunden und Mitarbeitern gestoßen, da diese Pandemie alle gleichermaßen trifft, so Martin Bauermeister, der eine hoffnungsvolle Entwicklung beobachtet. „Wir gehen die Probleme gemeinsam an, alle handeln gleichermaßen lösungsorientiert.“
Insgesamt zieht Bauermeister ein vorsichtig positives Resümee. „Wir haben gelernt, mit der Krise umzugehen.“ Und in Sachen Materialknappheit sieht er das Handwerk ebenfalls gestärkt, denn: „Solche Verwerfungen werden wir immer wieder erleben. Aber auch hier haben wir jetzt Erfahrungen gesammelt“, erklärte der Kreishandwerksmeister, der grundsätzlich an eine Verbesserung der Rahmenbedingungen im kommenden Jahr glaubt. „Nicht nur wir haben gelernt sondern auch die Politik und die Menschen allgemein, darum gehe ich davon aus, dass wir im nächsten Jahr wieder Rahmenbedingungen haben, die uns die tägliche Arbeit erleichtern“, so Bauermeister.

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