18. Dezember 2021
Sport

Heimspiel-Doppelpack ohne Punkte – „ein Stück weit unerklärlich“

Die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg weiter auf Talfahrt

Am Boden nach dem 2:3 gegen Köln: Jerome Roussillon (rechts) und Renato Steffen. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Die Talfahrt hat auch im Heimspiel-Doppelpack kein Ende gefunden: Die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg haben ihren Negativtrend gegen den VfB Stuttgart (0:2) und den 1. FC Köln (2:3) fortgesetzt – es waren die Pflichtspielpleiten 5 und 6 in Folge für das Team von Cheftrainer Florian Kohfeldt.

Niederlagen, die die Wölfe obendrein noch teuer bezahlten: Gegen Stuttgart zog sich Paulo Otavio eine schwerwiegende Verletzung im rechten Knie zu und muss operiert werden – ihm droht eine mehrmonatige Pause. Und gegen Köln erwischte es Lukas Nmecha: Nach einem Zweikampf mit Benno Schmitz ging es für ihn Mitte der zweiten Halbzeit nicht mehr weiter. Der 23-jährige Offensivakteur, der am Spieltag seinen Geburtstag, feierte, fällt mit einer schweren Knöchelverletzung für mehrere Wochen aus.

Ausgerechnet Lukas Nmecha, muss man sagen. Der zurzeit beständigste und torgefährlichste VfL-Offensivmann hatte sich zuvor nämlich noch selbst beschenkt – mit dem 1:0-Führungstreffer in der achten Spielminute, als er einen sehenswerten Konter auf Zuspiel von Ridle Baku abschloss. „Es ist ein Stück weit unerklärlich. Wir kriegen drei Tore, die wir alle verhindern müssen – beginnend bei dem ersten, danach folgen zwei abgefälschte Bälle. Wir könnten es uns einfach machen und sagen, in solchen Phasen kriegst du solche Gegentore. Aber wir müssen sie einfach auch anders wegverteidigen“, haderte Florian Kohfeldt mit dem Defensivverhalten seiner Schützlinge.
Zunächst war Anthony Modeste der Nutznießer des mangelhaften Abwehrverhaltens und markierte in Minute 34 den 1:1-Ausgleich für die Kölner – es war zugleich der Pausenstand.

Im zweiten Spielabschnitt waren es wieder die Wölfe, die den besseren Start erwischten – und erneut in Führung gingen. Nach einer tollen Vorarbeit von Dodi Lukebakio stand Wout Weghorst am zweiten Pfosten goldrichtig und erzielte das 2:1 (51.) für den VfL. „Vieles ist grundsätzlich sogar aufgegangen. Wir wollten eine gute Kompaktheit haben, Ballgewinne haben, wollten schnell kontern“, meinte Kohfeldt: „Am Ende darfst du solche Tore nicht kassieren, das ist einfach Fakt.“ Gemeint waren der 2:2-Ausgleich durch Mark Uth (73.), als alle VfL-Akteure nach einem abgefälschten Ball zu spät schalteten. Und eben auch der Kölner Siegtreffer durch Anthony Modeste eine Minute vor dem Abpfiff. Eine abgefälschte Flanke landete genau auf dem Kopf des Franzosen, der zwischen Sebastiaan Bornauw und Maxence Lacroix auftauchte und den „Effzeh“ mit seinem zweiten Treffer jubeln ließ.

Auch interessant