11. Dezember 2021
Sport

„Die sind immer spielstark“

Eintracht-Trainer Schiele ruft zu Demut auf – Multhaup verletzt

Maurice Multhaup wird der Mannschaft länger fehlen: Foto: Sebastian Priebe/regios24

Braunschweig (red). Auf in den Jahresendspurt! Eintracht Braunschweig muss in der 3. Fußball-Liga noch zwei Partien in 2021 absolvieren. Den Abschluss macht das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am kommenden Samstag, zuvor steht heute allerdings die nicht minder schwere Auswärtsaufgabe bei Viktoria Köln an.

Die muss die Eintracht ohne Maurice Multhaup angehen. Der Mittelfeldspieler, der zuletzt als Rechtsverteidiger agierte, zog sich beim grandiosen 5:0-Heimsieg gegen Meppen eine Knochenquetschung im linken Knie zu und muss vier bis sechs Wochen pausieren. Damit ist das Fußball-Jahr für ihn gelaufen, auch die Vorbereitung auf die Rückrunde wird er wohl verpassen.
Viktoria Köln hat sich mit Trainer Olaf Janßen mühevoll aus der Abstiegszone herausgearbeitet. Sechs Spieltage hintereinander blieb die Mannschaft ungeschlagen. Zuletzt gab es allerdings wieder zwei deftige 0:4-Niederlagen gegen Meppen und Kaiserslautern.

Trotzdem ist die Eintracht gewarnt. „Wir haben jetzt noch zwei Spiele vor der Winterpause, die wollen wir beide gewinnen“, sagte Linksverteidiger Niko Kijewski nach dem deutlichen 5:0-Sieg der Braunschweiger gegen Meppen. Aufgrund der jüngsten Kölner Niederlage vermutet der 25-Jährige: „Die werden eine gewisse Wut in sich haben und alles raushauen. Jeder will erfolgreich das Jahr beenden. Die Zweikampfführung wird mitentscheidend sein. Und wir müssen bei den Umschaltmomenten von Beginn an wach sein.“
Bei den Löwen kommt trotz der sechs Punkte aus drei Spielen in der englischen Woche keinerlei voreilige Zufriedenheit auf. Stürmer Lion Lauberbach, der sein siebtes Saisontor markierte, sagte etwa: „Wir haben noch zwei wichtige Spiele bis Weihnachten, dann können wir ein kleines Fazit ziehen. Und dafür wollen wir uns eine gute Ausgangslage schaffen.“

Und auch Trainer Michael Schiele meinte: „Die zwei Spiele wollen wir positiv gestalten, dafür müssen wir demütig bleiben.“ Über die Kölner sagt er: „Die werden nach der Niederlage extra die Antennen ausgefahren haben. Die sind immer spielstark.“ Bei der Viktoria stechen zwei Spieler mit ihren persönlichen Statistiken hervor. Simon Handle ist mit fünf Treffern bester Torschütze des Teams, der langjährige Erstliga-Spieler Marcel Risse gab bereits vier Vorlagen und traf zweimal. In der Mannschaft spielen zudem der ehemalige Eintracht-Jugendspieler Maximilian Rossmann und der vom FC Bayern II ausgeliehene Lenn Jastremski, der in Salzgitter geboren ist und als Knirps für den FC Pfeil Broistedt im Landkreis Peine auf Torejagd ging. Zu den Kölner Leistungsträgern zählen außerdem der ehemalige St. Pauli-Verteidiger Daniel Buballa sowie der 22-jährige Abräumer Kai Klefisch.
Aufgrund einer neuen Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sind zum Spiel im rechtsrheinisch gelegenen Sportpark Höhenberg nur 3700 Zuschauer zugelassen, da sämtliche Stehplatzbereiche geschlossen bleiben müssen.

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