4. Dezember 2021
Sport

Mainz vor der Brust, Lille im Kopf?

VfL-Trainer Florian Kohfeldt warnt seine Spieler davor, schon an Mittwoch zu denken

Will den vollen Fokus auf das Mainz-Spiel: Florian Kohfeldt lässt keine Gedanken an die Champions League zu. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg (mth). Erst die Pflicht, dann die Kür! Klar, das Alles-oder-nichts-Spiel am Mittwoch (21 Uhr) gegen den französischen Meister OSC Lille ist enorm wichtig. Schließlich geht es um das Weiterkommen oder Scheitern in der Champions League.

Aber bevor dieses Spiel in den Köpfen der Spieler des VfL Wolfsburg überhaupt eine Rolle spielen darf, ist für den VfL das Brot-und-Buttergeschäft auf der Tagesordnung. In der Fußball-Bundesliga geht es für den VfL am Samstag (15.30  Uhr) zum FSV Mainz 05.

„Wenn ich bei irgendeinem Spieler das Gefühl habe, dass er vor Mainz schon an Lille denkt, dann wird er gegen Mainz keine Rolle spielen“, drohte VfL-Trainer Florian Kohfeldt unter der Woche. Heißt: Wer jetzt schon an Mittwoch denkt, ist raus aus dem Kader. Der VfL ist auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht, muss diesen Trend gegen Mainz wieder stoppen. Kohfeldt: „Es ist extrem eng in der Bundesliga. Wir müssen die Zeit bis Weihnachten nutzen, um uns in eine sehr gute Ausgangslage für die Rückrunde zu bringen. Ich finde, dass es nicht zu viel verlangt ist, dass wir uns voll auf Mainz konzentrieren und danach die weiteren Aufgaben angehen.“

Noch ist offen, mit welchem Torwart der VfL die Aufgabe Mainz angeht. Stammkeeper Koen Casteels hat nach einer COVID-19-Infektion die Quarantäne verlassen, ist aber noch nicht wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Zwei Spiele hatte Casteels verpasst, Pavao Pervan vertrat ihn wie gewohnt ordentlich. Coach Kohfeldt hatte diesbezüglich eine Voraussetzung gestellt. Trainiert Casteels ab Mittwoch wieder mit dem Team, ist er für Mainz eine Option. Casteels aber absolvierte am Mittwoch lediglich ein individuelles Training. So käme Casteels laut Kohfeldts Aussage erst für das Lille-Spiel wieder infrage.

Für Offensivmann Admir Mehmedi ist das Sportjahr 2021 indes definitiv gelaufen. Kohfeldt: „Es ist wieder eine muskuläre Geschichte. Er wird bis zur Winterpause ausfallen.“ Der 30-jährige Schweizer steht beim VfL so oder so schon auf dem Abstellgleis, wurde für die Champions League nicht einmal mehr gemeldet. Die Zeichen stehen auf Abschied. Vielleicht schon im Winter? Spielt Mehmedi nie wieder für den VfL? VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer: „Es ist keine Tendenz zu erkennen, dass Admir derzeit den Klub im Winter verlässt.“ Es bleibt aber wahrscheinlich, dass sich die Wege von Mehmedi und dem VfL im Winter trennen werden.

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