4. Dezember 2021
Sport

Die Löwen blicken zielstrebig nach vorne

Basketball: Nach der Länderspielpause treten die Braunschweiger in Hamburg an

Head Coach Jesus Ramirez (Mitte) und sein Team. Foto: Darius Simka/regios24

Braunschweig (red). Die vielleicht wichtigste Nachricht bei den Basketball Löwen vor dem Auswärtsspiel am Sonntag bei den Hamburg Towers ist, dass alle Nationalspieler wieder heil in Braunschweig angekommen sind. Das freute auch Trainer Jesús Ramírez. „Sie sind alle in guter Verfassung zurückgekehrt.“

Dass Nationalmannschaftsfenster der Spielergesundheit durchaus abträglich sein können, hatten gerade die Löwen in der vergangenen Saison schmerzhaft erfahren müssen. Im Februar zog sich Lukas Meisner eine schwere Schulterverletzung zu, die das Saisonende für den gebürtigen Braunschweiger bedeutete. Dass Meisner bis dahin einer der besten deutschen Punktesammler der Liga und einer der unumstrittenen Anführer des jungen Löwen-Teams war, machte den Ausfall umso bitterer.

Während Meisner heute bei den Hamburg Towers, dem Gegner am Sonntag, aktiv ist, Karim Jallow nach Ulm und Lukas Wank nach Frankfurt wechselten, haben die Löwen eine neue Riege an Nationalspielern. Ramírez nahm das Quintett, das er täglich in seinem Training begrüßen darf, auch bei den Länderspieleinsätzen genau unter die Lupe. Der Spanier freute sich besonders für David Krämer, der gegen Polen ein Wahnsinnsspiel ablieferte. Zum ersten Sieg von Neu-Bundestrainer Gordon Herbert, einem 72:69, zeigte Krämer von der Bank kommend eine dominante Vorstellung und markierte 24 Punkte (4 Dreier, 9/13 Würfe).

Der Löwen-Trainer war von dieser Explosion des 24-Jährigen, dessen Bundesliga-Bestwert bei 21 Zählern liegt, keineswegs überrascht. „David war einfach David. Hat sein Spiel gespielt, schwere Würfe genommen und getroffen. Er ist ein Scorer und ein guter Verteidiger“, sagt Ramírez, der sich von einem seiner wichtigsten Spieler noch mehr Konstanz wünscht.

Nun gilt es für Ramírez und seine Löwen aber nach vorne zu schauen. Mit zwei Siegen aus acht Partien stehen sie auf Rang 16 der Bundesliga-Tabelle, punktgleich mit den beiden Abstiegsplätzen. Die Hamburger dagegen dürfen mit fünf gewonnen Partien auf der Habenseite als Tabellensiebter nach oben schauen. Die Löwen sind am Sonntag also Außenseiter, siegen wollen sie in der Hansestadt natürlich dennoch.

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