12. November 2021
Soziales

Die Pflege zu Hause planen

NB-Pflegeserie "Älter werden - aktiv bleiben"

Ilse Fridrich wird bestens zu Hause versorgt. „Wenn ich bis morgens um zehn Uhr noch keinen Piep von mir gegeben habe, melden sich die Nachbarn und fragen, ob sie sich Sorgen machen müssen.“ Foto: Umsorgt wohnen

Für viele Familien ist es selbstverständlich, im Pflegefall füreinander einzustehen – ohne die Unterstützung etwa durch eine Sozialstation. In diesem Fall muss jedoch alles selbst organisiert werden. Es fehlt ein Ansprechpartner, der täglich ins Haus kommt, um auch beratend zur Seite zu stehen.

Ohne Kenntnisse über die Hilfsmittel geraten pflegende Angehörige schnell in die Überforderung. So erleichtert ein in der Höhe verstellbares Bett das Heben eines Patienten – etwa beim Umsetzen auf einen Stuhl. Sicher ist es nicht nötig, sich ein Pflegebett rein vorsorglich in die Wohnung zu stellen, aber man sollte wissen, wann und in welcher Form so etwas beantragt werden kann.

Eine große Unterstützung sind die Kurse für pflegende Angehörige. Diese Schulungen über den Umgang mit Demenz, Diabetes und Parkinson, das rückenschonende Arbeiten oder Sturzprophylaxe sind kostenlos. Damit können Überforderungen verhindert werden, die sich oft in Form von Schlafstörungen, Rückenschmerzen oder Depressionen bei den pflegenden Angehörigen zeigen.

Niemand wird schneller alt oder pflegebedürftig, wenn er sich mit diesem Thema rechtzeitig beschäftigt. Sobald sich eine Familie einen Überblick verschafft hat und im Rahmen einer Checkliste Ansprechpartner und Telefonnummern für einen Pflegefall parat hat, ist wirklich alles Vorsorgliche getan: Wo gibt es Beratungsangebote oder die nächste Angehörigenschule? In welchen Fällen sind Tages- oder Kurzzeitpflege sinnvoll? Wie lässt sich die Pflege zu Hause finanzieren?

Der Pflegekompass

Der Pflegekompass

Wie organisiere ich Pflege und Betreuung zu Hause? Kommt eine Seniorenwohnung für mich infrage? Wie finde ich ein gutes Altenheim? Was kostet die Pflege? Es sind Fragen wie diese, mit denen sich die meisten Menschen früher oder später beschäftigen müssen. Und genau dazu gibt „Der Pflegekompass“ die Antworten. Das Buch ist ein Leitfaden für all diejenigen, die sich rechtzeitig einen Überblick verschaffen wollen. „Der Pflegekompass“ kostet 19,90 Euro, hat 320 Seiten und ist erhältlich in den Service Centern der Braunschweiger Zeitung – in Helmstedt: Neumärker Straße 1A – 3.
Auch eine Bestellung im Internet (plus 4,95 Euro Versandkosten) ist möglich unter der Adresse shop.bzv.de.

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