11. September 2021
Politik

Auf jede Stimme kommt es an

Am Sonntag wird in Helmstedt gewählt – Einige knappe Entscheidungen sind zu erwarten

Am Sonntag stehen die Kommunalwahlen an. BZV-Archiv: Rudolf Flentje

Helmstedt. Zwei Wochen vor der Bundestagswahl werden am morgigen Sonntag, 12. September, die Menschen in Helmstedt zur Kommunalwahl an die Urnen gerufen.

Es gibt viel zu entscheiden: Wer wird Landrat? Wer Bürgermeister in der Samtgemeinde Nord-Elm und am Heeseberg? Welche Zustimmung erhalten die einzigen Kandidaten und Amtsinhaber in Lehre und Velpke? Und wie sehen künftig Kreistag und Räte in den Städten und Gemeinden sowie Ortsräte aus?

Landrat
Drei Kandidaten treten an, um Landrat zu werden: Amtsinhaber Gerhard Radeck (CDU), der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Jan Fricke, und der Vorsitzende der AfD-Kreistagsfraktion, Jozef Rakicky. Sollte keiner der Bewerber im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit erhalten, müssten die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen am Tag der Bundestagswahl noch einmal gegeneinander antreten. Keine Stichwahlen wird es in den Samtgemeinden Grasleben, Velpke und in Lehre sowie in den Städten Helmstedt, Schöningen und Königslutter um den Posten des (Samtgemeinde)-Bürgermeisters geben.

Bürgermeister
Während in Helmstedt, Schöningen, Königslutter und der Samtgemeinde Grasleben keine Bürgermeister-Wahlen auf dem Terminplan stehen, treten in Lehre (Andreas Busch) und der Samtgemeinde Velpke (Rüdiger Fricke) die beiden parteilosen Amtsinhaber ohne jeweilige Herausforderer an.
Mehr Wettbewerb gibt es in der Samtgemeinde Heeseberg, in der Philipp Ralphs (CDU) den parteilosen Amtsinhaber Martin Hartmann ablösen möchte.

Gleich vier Bewerber gibt es um das Amt des Samtgemeinde-Bürgermeisters Nord-Elm. Nachdem sich Amtsinhaber Matthias Lorenz (SPD) aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aufstellen ließ, treten Jörn Domeier (SPD) sowie die parteilosen Andreas Kühne, Guido Ruhe und Stefan Paeschke an.

Damit ist eines vor dem Wahltag bereits klar: Lokalpolitik in Helmstedt scheint ein rein von Männern besetztes Feld zu sein. Denn neben allen Bewerbern sind auch die vier Bürgermeister, die nicht neu gewählt werden, männlich.

Wahltag
Die Wahlräume sind in ganz Niedersachsen einheitlich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. In allen Wahllokalen gilt eine generelle Maskenpflicht für alle sich dort aufhaltenden Personen (Wähler, Wahlhelfer und Wahlbeobachter). Darüber hinaus gelten in den Wahllokalen selbstverständlich auch die weiteren Hygieneregeln wie die Abstandsregeln und das regelmäßige Lüften der Räume. Sofern Personen von der Maskenpflicht befreit sind, muss dies durch ein entsprechendes Attest belegt werden. Die 3-G-Regelung gilt für die Teilnahme an den Wahlen nicht. Es wird empfohlen, einen eigenen Schreibstift (keinen Bleistift) zu benutzen.

Auch interessant