8. Juni 2021
Menschen

Nach 33 Jahren ist nun Schluss

Silvia Heidenreich verließt die Kreishandwerkerschaft und ging in den Ruhestand

Abschied auf Abstand und im kleinen Kreis: Die gute Seele der Kreishandwerkerschaft Helmstedt-Wolfsburg, Silvia Heidenreich (2.v.l.), ging in den Ruhestand. Foto: Erik Beyen

Helmstedt. Es sei nicht üblich, dass Arbeitnehmer ihre Wochenenden für den Arbeitgeber opferten, erklärte der Kreishandwerksmeister Martin Bauermeister zur Verabschiedung von Silvia Heidenreich. Bei der „guten Seele“ der Kreishandwerkerschaft Helmstedt-Wolfsburg schon. Nach 33 Jahren ging sie jetzt in den Ruhestand.

Es sei wohl eher ein Unruhestand, denn Langeweile wird die heute 62-Jährige nicht schieben. Zur Verabschiedung waren neben Bauermeister unter anderem der Geschäftsführer der Handwerkerschaft Claudius Nitschke, Heinz Bottke vom Vorstand sowie der Kreishandwerksmeister aus Wolfsburg, Reinhold Scholz, gekommen.

Silvia Heidenreich – das war die Stimme und erste Instanz der Handwerkerschaft im Haus des Handwerks Helmstedt. Nicht selten machte sie auch die Wochenenden zum Werktag, etwa zu Freisprechungsveranstaltungen.

Silvia Heidenreich sei eine verlässliche Partnerin für die Betriebe gewesen, betonte Martin Bauermeister. Die Bürokauffrau begann ihre Tätigkeit für die Handwerkerschaft am 1. August 1988. Sie hat vier Kreishandwerksmeister erlebt: Rolf Sommermeyer, Rainer Stark, Emil During und aktuell Martin Bauermeister.

Ebenso arbeitete sie für vier Geschäftsführer: Uwe Zinkler, Andreas Bierig, Frank Twele und Claudius Nitschke. In ihre Dienstzeit fiel auch der Umbau vom Haus des Handwerks – eine Zeit, die, so erklärte Heidenreich, ihr viel Freude bereitet habe, sozusagen als „Bauleiterin“.

Trude Herr als Vorbild

Und obwohl jetzt eigentlich Schluss wäre, hält es Silvia Heidenreich mit Trude Herr: „Niemals geht man so ganz“ – und bot an, auch künftig zur Seite zu stehen, wann immer man sie brauche. Das gelte ganz besonders für das neue Gesicht im Hause. Kirsten Kalkbrenner.
Apropos: Die beiden Damen haben eine Gemeinsamkeit: Beide traten ihren Dienst für das Handwerk im Alter von 30 Jahren an. Mit Urkunde und Olivenbaum endete eine Ära.
Und nun? „Ich habe Haus und Hof und Nordic Walking. Es gibt immer etwas zu tun“, kommentierte die Unruheständlerin Silvia Heidenreich zum Abschied.

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