7. Juni 2021
Gesundheit

Glücklich: Nach 61 Tagen zurück ins Leben

Christian Görke konnte nach schwerer Covid-19-Erkrankung Helios-Klinik verlassen

Das Team der Weaning-Station verabschiedet sich vom ehemaligen Corona-Patienten. Foto: Helios Klinik/Privat

Helmstedt (bw). Nach Monaten in der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt ging es für Christian Görke endlich in die Reha. Der 60-Jährige Patient war durch seine schwere Covid-19-Erkrankung mehr als 60 Tage künstlich beatmet worden.

Mit Atemnot und Husten wurde Christian Görke am 21. März in die Klinik eingeliefert. Covid-19 diagnostizierten die Ärzte schnell, die Lage war ernst: zu einer Lungenentzündung kamen unter anderem hohes Fieber und Lähmungserscheinungen hinzu. Erst nach einer langen Zeit mit künstlicher Beatmung konnte der Patient „entwöhnt“ werden, das heißt ohne maschinelle Unterstützung atmen. „Weaning“ nennen das die Fachleute. „Eine erfolgreiche Entwöhnung von der maschinellen Beatmung kann nur im Team funktionieren. Hier arbeiten Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte Hand in Hand. Bei uns erfolgt täglich eine multidisziplinäre Visite bei diesen oft schwerkranken Patienten“, weiß Tobias Leis, Chefarzt für Pneumologie und Beatmungsmedizin. „Seit dem 22. Mai kann Herr Görke wieder komplett selbstständig atmen. Die Trachealkanüle konnte entfernt werden. Mit einem Hilfsgestell gab es bereits die ersten Stehversuche. Wir sind zuversichtlich, dass er in der Frührehabilitation schnell Fortschritte machen wird“, sagt Dr. Jozef Rakicky.

Vor Kurzem wurde der 60-Jährige von den Mitarbeitern der Weaning-Station in die Helios Klinik Leezen zur Reha entlassen. „Ich bin einfach nur froh überlebt zu haben und jetzt auf dem Weg der Besserung zu sein. Das habe ich dem gesamten Team hier zu verdanken“, erzählt Christian Görke. „Wir wünschen ihm von ganzem Herzen alles Gute. Wir haben lange um Herrn Görke gebangt und sind überglücklich, dass er es geschafft hat“, so eine Pflegefachkraft der Weaning-Station.

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