1. Juni 2021
Unterhaltung

Alles über Salzstreuer: Noch ‘n Buch vom Museumshof

Der Museumshof Grasleben hat ein neues Buch rund um die Sonderschau „100 Jahre Salzstreuer“ herausgegeben

Das Begleitbuch zur Sonderschau „100 Jahre Salzstreuer“ ist nun erschienen. Zur Vorstellung waren gekommen (v.l.): Veronika Koch, Gabriele und Heinz Lohrengel, Bernd Felgenträger, Gero Janze und Harald Bendler. Erik Beyen

Grasleben (eb). Fünf mal 15 sind 100. Mit diesem großzügigen mathematischen Irrtum begründete Graslebens Bürgermeisterin Veronika Koch ihren kleinen Zuschuss für ein neues Buch des Vereins „Der markgrafsche Hof, Museum Grasleben“. Es ist ein Begleitwerk zur aktuellen Sonderausstellung „100 Jahre Salzstreuer“.

Vergangene Woche präsentierten die Autoren Gabriele und Heinrich Lohrengel ihr inzwischen zweites Werk im Großformat. Gekommen waren neben Koch auch Samtgemeindebürgermeister Gero Janze, Kreisheimatpfleger Bernd Felgenträger und Graslebens Ortsheimatpfleger Harald Bendler. Herausgeber des Buches ist der Verein.
100 Jahre Salzstreuer – das ist ein Thema, in das sich Gabriele Lohrengel so richtig eingearbeitet hat. So sehr, dass sie aus dem Effeff über Salz und die ersten Streuerversuche referieren kann. An diesem Samstag sparte sie sich das aber, denn ihr Wissen gibt es nun schriftlich im festen Einband.

Der Salzstreuer feiert Geburtstag und wird 100 Jahre alt.Foto: Eric Beyen

„Jeder hat ihn, aber keiner weiß etwas darüber“, schmunzelte Lohrengel und meinte natürlich die Salzstreuer. Deren Geschichte beschreiben die Autoren auf 118 Seiten und illustrieren sie mit 300 Bildern – hier und da mit einem heiter-kritischen Blick. Denn Salzstreuer sei nicht gleich Salzstreuer. So erzählte die Co-Autorin von einem wahren „Sadomaso“-Salzstreuerpaar, ein überaus unpraktisches Exemplar sei das: „Da sind Löcher drin, da kommt aber was raus“, amüsierte sie sich und schob hinterher: „also absolut unfunktional.“

Ein „Denkmal“ für den Salzstreuer

Dieses Paar findet sich zwar nicht im Buch wieder, dafür aber andere ungewöhnliche Exemplare, garniert mit sachlich-fachlichen Erklärungen sowie einem ausführlichen Blick in die Geschichte eines vermeintlich unscheinbaren Gegenstands. Doch eben diese Unscheinbarkeit gewinnt im Buch der beiden Autoren an Bedeutung. Und so bekommt der gute alte Salzstreuer – und auch der Pfefferstreuer – ein bis dato nicht gekanntes Podium, heiter, informativ bis echt schräg. Übrigens: Einige der im Buch gezeigten Exemplare befinden sich in der aktuellen Ausstellung oder in der großen Salzstreuersammlung, die sich anschickt, einen Rekord brechen zu wollen. Alle an der Sammlung beteiligten Mitsammler sind im Buch aufgelistet.

Das Buch ist an folgenden Stellen zu erwerben: in Grasleben bei der Bäckerei Hesse, in der Postfiliale am Walbecker Tor sowie im Rathaus. In Helmstedt liegt das Buch bei Juliusbuch sowie in der Buchhandlung Wandersleb und im Zeitschriftenshop Buchheister am Heinrichsplatz aus. In Königslutter gibt es die „100 Jahre Salzstreuer“ im festen Einband in der Buchhandlung Kolbe. Außerdem haben die Autoren Exemplare im Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt sowie im Heimatmuseum Schöningen hinterlegt.

Wer sich einen Weg ersparen möchte, kann das Buch über die Homepage des Vereins sowie bei Familie Lohrengel bestellen oder sonntags dort ein paar Meter gehen. Zwischen 14 und 17 Uhr ist das Museum an Sonntagen nach aktuell geltenden Regeln wieder geöffnet.
Übrigens: Das nächste Projekt ist auch schon in Arbeit. Es trägt den Arbeitstitel: „Dorfleben früher.“

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