28. Mai 2021
Sport

Oliver Glasner verlässt die Wölfe

Cheftrainer des VfL Wolfsburg wechselt zur nächsten Saison nach Eintracht Frankfurt

VfL-Trainer Oliver Glasner (hier mit Maxence Lacroix) hat den Vertrag mit den Wölfen vorzeitig aufgelöst. Foto: Darius Simka/regios24 Foto: Darius Simka/regios24 DFB/DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO.

Wolfsburg (jn). Oliver Glasner hat den VfL Wolfsburg wieder in die Champions League geführt – das stand schon vor dem letzten Fußball-Bundesligaspiel der „Wölfe“ gegen den FSV Mainz 05 fest. Was zu diesem Zeitpunkt jedoch noch keiner wusste: Die abschließende 2:3 (0:1)-Heimniederlage der Grün-Weißen sollte zugleich die Abschiedsvorstellung des Österreichers auf der Trainerbank gewesen sein.

Keine Frage, es hatte sich abgezeichnet. Immer wieder hatten beide Seiten zuletzt ein Treuebekenntnis vermieden, immer wieder war von atmosphärischen Störungen zwischen den Verantwortlichen und dem 46-Jährigen zu lesen gewesen. Doch Fakt war: Oliver Glasner hatte in Wolfsburg noch einen Vertrag bis 2022 – und dieser wurde nun im Wochenverlauf aufgelöst.
Glasner, der 2019 vom Linzer ASK zu den „Wölfen“ gewechselt war und hier die Nachfolge von Bruno Labbadia angetreten hatte, war mit dem Wunsch auf die Klubführung zugekommen, zur neuen Saison zur Frankfurter Eintracht zu wechseln. „Dem haben wir entsprochen und das Vertragsverhältnis aufgelöst. Wir bedanken uns bei Oliver Glasner für zwei erfolgreiche Jahre und wünschen ihm alles Gute“, erklärte VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke in einer Pressemitteilung.

Über die Höhe der Ablösezahlung haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart, laut Medienberichten soll diese bei 1,8 Millionen Euro liegen. Oliver Glasner selbst betonte: „Der Schritt ist mir nicht leicht gefallen, weil ich unglaublich gerne mit dieser Mannschaft gearbeitet habe. Ich habe aber das Gefühl, dass es Zeit für eine neue Herausforderung ist. Ich wünsche dem VfL Wolfsburg weiterhin viel Erfolg.“ Mit Glasner verlassen auch die beiden Co-Trainer Michael Angerschmid, der den gemeinsamen Weg nach Frankfurt antritt, und Thomas Sageder (Ziel unbekannt) den VfL. Über die Nachfolge wurden in den vergangenen Wochen bereits kräftig spekuliert: Als aussichtsreichster Kandidat gilt der Niederländer Mark van Bommel, der zuletzt für PSV Eindhoven tätig war und vielen Fußballfans noch aus seiner aktiven Zeit als Mittelfeldabräumer beim FC Bayern München bekannt ist. Und sein möglicher Co-Trainer hat in Wolfsburg ebenfalls einen klangvollen Namen: Kevin Hofland, der ehemalige Kapitän der „Wölfe“, soll mit van Bommel zum Tabellenvierten der Bundesliga-Saison 2020/21 wechseln und dürfte zum Start der neuen Spielzeit am Wochenende des 13. August auf der Bank Platz nehmen.

Sicher ist dagegen schon: Oliver Glasner wird den Startschuss auf der Eintracht-Bank in Frankfurt erleben, wo er einen Dreijahresvertrag unterschrieb und Nachfolger seines Landsmanns Adi Hütter (Borussia Mönchengladbach) wird.

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