22. Mai 2021
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Zurück auf der großen Fußball-Bühne

Der VfL Wolfsburg spielt in der nächsten Saison zum dritten Mal in der Champions League

Die Wolfsburger feiern nach dem 2:2 in Leipzig den Einzug in die Champions League. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. „We are back“ – wir sind zurück! Das stand in großen Buchstaben auf den T-Shirts geschrieben, die sich die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg direkt nach dem 2:2 (2:0)-Unentschieden bei RB Leipzig überstreiften. Nach 2009 und 2015 sind die Wölfe 2021 zurück in der Champions League – und feierten das gebührend.

Absteiger FC Schalke 04 hatte mit dem sensationellen 4:3-Sieg gegen Eintracht Frankfurt die Tür geöffnet für die Grün-Weißen. Und sie schritten einen Tag später, am vorletzten Saisonspieltag, hindurch und holten in Leipzig den einen noch fehlenden Punkt. Da störte es am Ende niemanden mehr, dass der VfL eine 2:0-Pausenführung noch aus der Hand gegeben und Platz drei an Borussia Dortmund verloren hatte.

Von Beginn an war in Leipzig zu spüren, dass die Wolfsburger die Chance, sich vorzeitig für die „Königsklasse“ zu qualifizieren, auch unbedingt nutzen wollten. Und nach nur zwölf Minuten jubelten die Wölfe über ein echtes Traumtor: Maximilian Philipp lupfte sich den Ball an der Strafraumkante an, zog direkt ab – und nagelte das Leder genau in den Knick.

Für die Gäste und vor allem für Maximilian Philipp sollte es noch besser kommen: Die VfL-Leihgabe krönte die starke erste Hälfte mit dem 2:0 in der Nachspielzeit, als er eine Baku-Hereingabe mit der Spitze in die Maschen beförderte.

Verkehrte Welt dann nach dem Seitenwechsel: Denn nun spielten nur noch die Leipziger, die schnell zum Anschlusstreffer kamen. Justin Kluivert verkürzte nach 51 Minuten. Der letztlich verdiente Ausgleich durch den Strafstoßtreffer von Marcel Sabitzer (78.) war aus Sicht der Gäste nur ein Schönheitsfehler – als Schiedsrichter Felix Zwayer abpfiff, rissen die Wölfe die Arme hoch.

„Ich bin natürlich super-happy heute. Nicht nur über den Punkt, sondern auch über die Leistung. Speziell in der ersten Halbzeit war das super, was wir gespielt haben. Über allem steht aber heute, dass wir uns fix für die Champions League qualifiziert haben“, betonte VfL-Chefcoach Oliver Glasner und schob nach: „Daher kann ich und möchte ich der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen, wie sie auch heute wieder aufgetreten ist. Ich denke, das ist auch symbolhaft für das, was wir die gesamte Saison geleistet haben. Ich denke, wir haben Außergewöhnliches geleistet.“

Damit gehen die Wölfe ohne Druck und auch ohne Stammtorhüter Casteels am heutigen Samstag (15.30 Uhr, Volkswagen-Arena) ins letzte Saisonspiel gegen den FSV Mainz 05. Der Belgier reiste früher als ursprünglich geplant in seine Heimat, wo er sich eine Operation unterziehen wird, bei der ihm eine Platte am Wadenbein entfernt wird. Deshalb hatte er seine EM-Teilnahme bereits abgesagt.

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