20. Mai 2021
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Auf Abstand ­– und doch ganz nah

Die 18. Gemeinsampreis-Verleihung war trotz Coronabedingungen ein emotionales Fest

Gruppenfoto der Jury, von links: Henning Noske, Thomas Hofer, Kerstin Loehr, Ann-Kristin Hartz und Christian Klose Foto: regios24/Sebastian Priebe

Medienhaus. „Vergessen Sie sich selbst nicht, besiegen Sie den Erschöpfungsglibber, setzen Sie den Rucksack nicht ab – mit diesen Worten ermunterte Ninia „LaGrande“ Binias bei der 18. Verleihung des „Gemeinsam-Preises“ der Braunschweiger Zeitung und des Braunschweiger Doms alle Ehrenamtlichen, am Ball zu bleiben. Trotz und gerade in Coronazeiten. Auf Instagram und anderen sozialen Netzwerken setzt sich die 38-Jährige aktiv für inklusive Themen ein.

Statt mit vielen hundert Menschen im Dom, traf sich coronabedingt nur ein kleiner Kreis auf Abstand im Konferenzcenter des Braunschweiger Medienhauses. Die Preisträger wurden virtuell zugeschaltet.

„Ihr Tun macht unsere Gesellschaft lebenswerter“, begrüßte Verlagsgeschäftsführer Claas Schmedtje die Menschen im Saal und die vielen Leserinnen und Leser sowie die potenziellen Preisträger, die sich virtuell zuschaltet hatten. Schmedtje sprach von der menschlichen Wärme, der Kraft und der Leidenschaft, mit der die Ehrenamtlichen sich engagierten. „Sie bringen Zuversicht in unsere oft raue Welt“, sagt er.

Chefredakteurin Dr. Kerstin Loehr betonte: „Gerade in der Corona-Pandemie hat sich mehr denn je gezeigt, wie wichtig der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist – und wie viel Kreativität gerade an der Basis in solch schweren Zeiten offenbar wird.“
25 Projekte aus der gesamten Region waren zuvor in der Zeitung ausführlich vorgestellt worden. Auf den mit 3 500 Euro dotierten ersten Platz wählten die Leserinnen und Leser das Aktionsbündnis „Eintracht hilft“ aus Braunschweig. Die Idee hinter dem Projekt: Hilfsbedürftige Menschen mit Essens- und Medikamentenlieferungen versorgen.

2 500 Euro für den zweiten Platz gingen an die Destedterin Julia Perkowski mit ihrer Idee der Lieferliste 38. Mit dem Instagram-Projekt setzt sie sich in Pandemie-Zeiten für Händler in der Region ein. Der mit  1 500 Euro dotierte dritte Preis ging in diesem Jahr an den Verein „Cheer’s Kitchen“ aus Peine. Die Engagierten versorgen Pflegekräfte mit Essen und Gastronomen mit Arbeit. Mit einem Sonderpreis in Höhe von 1 500 Euro zeichnete die Jury in diesem Jahr Marie Honorine Paul aus. 2004 gründete die Wolfenbüttelerin den Förderverein „Lovasoa“, der sich für den Bau einer Schule in Madagaskar engagiert.
Unabhängig vom Leser-Votum vergibt der Braunschweiger Dom einen Sonderpreis für Jugendliche. Er ist mit 1 000 Euro dotiert und ging in diesem Jahr an das Julius-Spiegelberg-Gymnasium in Vechelde. Junge Klimabotschafter kümmern sich an der Umweltschule um Umweltschutzprojekte. Ebenfalls durch Entscheidung der Jury wurde ein „Rückenwind“-Preisträger gekürt. Diese Ehrung für Unternehmen und Institutionen wurde 2016 erstmals ausgelobt und wird vom damaligen Preisträger BS Energy/Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG gestiftet. In diesem Jahr wurde mit dem „Rückenwind“-Preis in Höhe von 1 000 Euro das Team der Braunschweigischen Landessparkasse für ihr vielseitiges Engagement ausgezeichnet.

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