8. Mai 2021
Sport

Finale daheim gegen die Bayern

Fußball: VfL kann die Tabellenführung der Frauen-Bundesliga holen

Das letzte Aufeinandertreffen im DFB-Pokal ging an den VfL: Zsanett Jakabfi (l.) gegen Klara Bühl. Foto: Priebe/regios24

Wolfsburg (jne). Alles oder nichts, Sekt oder Selters! Das ist die Devise für die Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg für den „Showdown“ im Titelzweikampf. Der Tabellenzweite aus der Volkswagenstadt hat am Sonntag (13 Uhr) am drittletzten Spieltag den Spitzenreiter FC Bayern München zu Gast – und könnte mit einem Heimsieg im AOK-Stadion den Platz an der Sonne erobern.

Der Meisterschaftszug, er schien bereits abgefahren für die Wölfinnen. Zu souverän hatten sich die Münchenerinnen bis dato präsentiert – nicht nur im Hinspiel, in dem sie den VfL klar mit 4:1 in die Schranken gewiesen hatten. Die Bayern gewannen die ersten 17 Bundesliga-Partien allesamt und waren auf dem besten Weg, die Wolfsburgerinnen zu entthronen. Doch dann folgte die 2:3-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim, und plötzlich waren die Grün-Weißen wieder in Schlagweite. Denn die Mannschaft von VfL-Chefcoach Stephan Lerch leistete sich – anders als noch in der Hinrunde – keinen Fehltritt mehr und darf mit einem gesunden Selbstvertrauen ins Spitzenspiel gehen. Zehn Bundesliga-Siege in Serie fuhren die Wölfinnen ein und zogen ganz nebenbei noch ins DFB-Pokal-Finale ein – eben durch einen 2:0-Erfolg im Halbfinale gegen den Dauerrivalen aus München.

Es war ein wichtiger Sieg für den VfL, keine Frage. Und er machte vor allem eines deutlich: Die Bayern sind nicht unbezwingbar. Denn nach ihrer ersten Pflichtspielniederlage in dieser Saison folgte nicht nur die überraschende Heimniederlage gegen Hoffenheim, sondern eben auch das Aus in der Champions League. Ebenso wie die Wölfinnen scheiterte auch das Team aus München am Chelsea LFC.

Nun könnten die Münchenerinnen sogar noch alles verspielen, wenn der VfL sie auf der Zielgeraden noch abfängt. Das Einzige, was aktuell noch für die Gäste spricht, ist die Tatsache, dass ihnen bereits ein Remis zum Titelgewinn reichen dürfte. Für die Wölfinnen heißt es dagegen: Alles oder nichts, Sekt oder Selters!

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