3. Mai 2021
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Anwohner wollen Randalierer stoppen

Jens Schild von der WGD hofft auf aufmerksame Bürger, um Täter dingfest machen zu können

Thorsten Tölg (links) und Jens Schild wollen nach der Reparatur der Haltestelle verhindern, dass sie noch einmal von Unbekannten zerstört wird. Foto: Erik Beyen

Danndorf. Beschmierte Schautafeln, wild entsorgter Müll, zerstörte Scheiben einer Bushaltestelle, Nazisymbolik auf Kirchenwänden – geht es nach dem Willen von Jens Schild und Thorsten Tölg, beide von der Wählergemeinschaft Danndorf (WGD), sollen sich Randalierer, Schmierfinken und sonstige Unholde nicht mehr unbeobachtet fühlen dürfen.

Die beiden Herren rufen die Einwohner der Nordkreisgemeinde zur Wachsamkeit auf. Wörtlich schreiben sie in einer Pressemitteilung: „…Das schaffen wir nur gemeinsam. Helft bitte alle dabei mit, seid wachsam und haltet eure Augen auf. Die Verursacher werden ihr Verhalten nicht ändern, wenn sie keine Konsequenzen aus ihrem Handeln fürchten müssen…“

Tatsächlich wird Danndorf immer wieder Opfer von Zerstörung und Beschädigungen. Erst vor Tagen musste demnach der Gemeindeschaukasten am Friedhof darunter leiden, und die WGD macht insbesondere öffentlich zugängliche Objekte als Ventil für Aggressionen und Zerstörungswut aus: den Schaukasten am Sportplatz, die Bushaltestelle, Hauswände und Stromkästen.

Ihr Aufruf zur Wachsamkeit beschreibt zugleich die aus Sicht der WGD wirksamste Maßnahme, Sachbeschädigungen und Zerstörungen nicht zuzulassen. Wenn die Einwohner ihre Augen offen hielten, so der Tenor, nehme damit das Risiko für Täter zu, erwischt zu werden. Es ist nicht alleine die Zerstörungswut, die Jens Schild antreibt: „Auch die illegale Müllentsorgung vor Altkleidercontainern zählt zu den wiederkehrenden Problemen in Danndorf“, schreibt er in der Pressemitteilung.

Weil die Täter zuletzt meist nicht ermittelt werden konnten wünschten sich die Menschen in Danndorf mehr Polizeipräsenz. Das aber sei offenbar nicht so einfach, weshalb es wichtig sei, dass die Menschen ihre Augen offen hielten. Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke sieht es als selbstverständlich an, „… dass solche Taten von vorhandenen Zeugen dann auch bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden.“ Das Thema sei ja nicht neu.

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