1. Mai 2021
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Enges Rennen um die letzten Plätze in der Champions League

Fußball: Dreikampf zwischen Wolfsburg, Frankfurt und Dortmund – Leverkusen nur Außenseiter

Erling Haaland machte wieder einmal den Unterschied und brachte sein Team nach einem Fehlpass des Wolfsburgers Ridle Baku in seiner unnachahmlichen Art in Führung. Foto: Darius Simka

Wolfsburg. Das einst komfortable Polster ist dahingeschmolzen: Die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg haben eine Vorentscheidung im Kampf um die Champions-League-Plätze verpasst. Nach der 0:2 (0:1)-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund müssen die Wölfe nun wieder um den Einzug in die Königsklasse bangen.

Keine Frage: Die Dortmunder, die nun drei Spieltage vor dem Saisonende ihren Rückstand auf den VfL auf zwei Zähler verkürzt haben, bleiben der absolute Angstgegner der Grün-Weißen.

Es war bereits die sechste VfL-Niederlage in Serie gegen den BVB – in den vergangenen neun Duellen mit der Borussia blieben die Wolfsburger jeweils ohne Torerfolg. Der letzte Wölfe-Erfolg gegen die Dortmunder war der 3:1-Sieg im DFB-Pokal-Finale am 30. Mai 2015. Es sind Fakten, die diese „Horrorserie“ deutlich machen.

Auf der anderen Seite zählte diese 0:2-Niederlage – mit dem gleichen Ergebnis hatte der VfL bereits das Hinspiel verloren – zur Kategorie unnötig. Und auch das spiegelten die Zahlen wider: 21:8 Torschüsse, 10:2 Ecken, 54:46 Prozent Ballbesitz und eine bessere Passquote (81:76 Prozent) sprachen an sich für die Wölfe.
„Wir sind natürlich alle sehr enttäuscht heute. Wir müssen uns die Niederlage leider wieder ein bisschen selbst zuschreiben. In diesen Duellen machen wir einfach zu viele individuelle Fehler. Wenn du zur Halbzeit 9:2 Torschüsse hast, dann hast du nicht viel falsch gemacht, leider jedoch Entscheidendes. Das ist sehr schade“, konstatierte Oliver Glasner.

Es sei jetzt nicht so, dass die Welt jetzt untergeht, so der VfL-Chefcoach. „Es gilt, daraus jetzt die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, uns wieder mit viel fußballerischen Input zu beschäftigen“, richtete Glasner den Blick bereits wieder nach vorne. Denn noch haben die Wölfe alles in der eigenen Hand und wollen in dieser Pause noch einmal alle Kräfte für den Endspurt mobilisieren. Weiter geht’s für den VfL dann am Samstag, 8. Mai (15.30 Uhr), erneut vor heimischer Kulisse: Zu Gast in der Volkswagen-Arena ist das Überraschungsteam vom 1. FC Union Berlin.
Es folgen das schwere Auswärtsspiel beim designierten Vizemeister Leipzig am 15. Mai und das Saisonfinale in der Heimat gegen Mainz (22. Mai).

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