30. April 2021
Verkehr

Weniger Unfälle im Landkreis

Aufgrund der Corona-Pandemie waren weniger Menschen auf den Straßen unterwegs

Die Zahl der Unfälle war 2020 rückläufig.

Helmstedt. Es gibt wohl nicht allzu viele Dinge, auf die Corona eine positive Auswirkung hat. Die Anzahl der registrierten Verkehrsunfälle gehört aber eindeutig dazu. Sie ist im Landkreis Helmstedt im Jahr 2020 deutlich gesunken, wie die Polizei mitteilt.

Aufgrund der Einschränkungen durch die Pandemie waren deutlich weniger Personen und Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs als in den Vorjahren, heißt es in der Mitteilung weiter. 2020 ereigneten sich im hiesigen Straßenverkehr (ohne BAB) 1721 registrierte Verkehrsunfälle. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl damit um 242, dies entspricht einer Reduzierung von 12,3 Prozent.

Des Weiteren wurden 199 sogenannte Parkplatzunfälle gemeldet, die lediglich als Zählunfall gewertet werden und nicht weiter bearbeitet wurden.
Positiv ist die Entwicklung auch bei den Personenschäden. Hier sank die Zahl der verletzten Personen im Vergleich zu den Vorjahren. Eine Steigerung ist allerdings bei der Zahl der getöteten Personen von drei auf sechs zu beklagen.

Auffällig ist eine Steigerung der schwer verletzten Personen, die unter dem Einfluss von Alkohol standen. Es wurde bei sechs Personen Alkoholkonsum festgestellt, im Vorjahr war dies lediglich bei einer Person der Fall.

Erfreulich ist die Reduzierung der Personenschäden bei Fußgängern, die wie auch die Rad- und Kradfahrer immer besonders betrachtet werden. Es wurden 16 Personen leicht, drei schwer und eine tödlich verletzt. Im Vorjahr waren es noch 20 leicht verletzte, acht schwer verletzte und eine tödlich verletzte Person. Die Gesamtzahl der verletzten Fußgänger ging somit von 29 auf 20 in diesem Jahr zurück, was einer Reduzierung von 31 Prozent entspricht.
Anders sieht es bei Radfahrern aus. In dieser Gruppe stieg die Zahl von 33 auf 36 an, darunter sind nun auch acht schwer verletzte Personen.
Auch bei den im Landkreis Helmstedt häufig verzeichneten Wildunfällen, bewirkte die Corona-Pandemie, mit dem damit verminderten Verkehrsaufkommen zu den Dämmerungszeiten, einen 7,7-Prozentigen Rückgang der Unfallmeldungen.

Hauptunfallursachen waren, wie auch im Vorjahr „Fehler beim Rückwärtsfahren“ (126x), „Nichtbeachten der Vorfahrt“ (87x) und „Ungenügender Sicherheitsabstand“ (63x). Alkoholbeeinflussung wurde in 25 Fällen und berauschende Mittel in sechs Fällen als Unfallursache festgestellt. Im Vorjahr waren es noch 26x Alkohol und 9x berauschende Mittel.

Anders verhält es sich bei den Unfällen mit schwerem Personenschaden. Hier teilen sich „Nichtbeachten der Vorfahrt“ und „Alkoholeinfluss“ mit je sieben Vorfällen die Spitze, gefolgt von „Nicht angepasste Geschwindigkeit“ (6x) und „Übermüdung/sonstige körperliche oder geistige Mängel“ (4x) die oberen Plätze der Hauptunfallursachen.

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