17. April 2021
Sport

Aus eigener Kraft in die Play-offs

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg steuern die Endrunde der DEL an

Maximilian Adam scheitert in dieser Szene an Torhüter Kevin Reich.  Foto: Helge Landmann

Wolfsburg (jne). Es ist schon bärenstark, wie sie mit dem Dauerstress umgehen können! Die Grizzlys Wolfsburg haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zuletzt sechs Partien innerhalb von nur zehn Tagen bestritten – und dabei gleich fünf Siege eingefahren. Lediglich beim EHC RB München mussten sich die Mannen von Coach Pat Cortina (3:4) geben.

Doch die Revanche dafür ließ nicht lange auf sich warten: Nachdem es zwischenzeitlich zwei Erfolge in Augsburg (4:1) und gegen Ingolstadt (6:3) gegeben hatte, setzten sich die Grizzlys am Dienstagabend beim Wiedersehen mit den Münchenern prompt durch. Die Wolfsburger feierten einen 5:1-Erfolg und sind damit seit vier Begegnungen ungeschlagen auf heimischem Eis.

Dabei bewiesen die Gastgeber einmal mehr eine tolle Moral und ließen sich vom 0:1-Rückstand durch Andrew MacWilliam nicht aus der Bahn werfen – er traf wenige Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels.

Beflügelt vom Führungstor gehörte der Mittelabschnitt zunächst den Gästen, doch einmal mehr erwies sich Grizzlys-Goalie Dustin Strahlmeier als sicherer Rückhalt und verhinderte gegen Ethan Prow (28.) und Derek Roy (30.) einen höheren Rückstand. Gejubelt wurde dagegen auf der anderen Seite – und gleich zweimal binnen 123 Sekunden: Zunächst glich Phillip Bruggisser mit einem Knaller von der blauen Linie aus (32.), dann brachte Max Görtz (34.) die Wolfsburger in Überzahl mit 2:1 in Führung.

Im letzten Drittel waren noch keine vier Minuten gespielt, als Garrett Festerling einen Sololauf zum 3:1 (44.) abschloss. Während die Grizzlys das Spiel in der Folge einfach hielten und schnelle Wechsel fuhren, rannten die Münchener vergeblich an. Im Gegenteil: Wolfsburger Torjäger Toto Rech erhöhte mit einem Doppelpack (55., 60.) sogar noch auf 5:1

„Im ersten Drittel war München sehr stark, hat viel Druck gemacht. Dustin Strahlmeier hat aber gut gehalten. Dann haben wir einfacher und schneller gespielt, wir haben die Tore zu den richtigen Zeitpunkten geschossen“, konstatierte Grizzlys-Coach Pat Cortina.
Sein Team scheint im engen Rennen um die Play-off-Plätze noch rechtzeitig die Kurve bekommen zu haben – und liegt vor den beiden abschließenden Duellen gegen die Straubing Tigers auf Kurs. Zunächst traten die Grizzlys am Freitagabend (bei Redaktionsschluss nicht beendet) bei den Niederbayern an. Am Sonntag (14.30) steigt dann in der Wolfsburger Eis-Arena das zweite Duell mit den Tigers.

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