15. April 2021
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Nächstes Topspiel für die Wölfe

Fußball: Der VfL Wolfsburg empfängt Bayern München – Knape Niederlage in Frankfurt

Wout Weghorst hebt nach einem Griff an sein Trikot von Lucas Tuta-Silva Melo ab. Elfmeter gab es nicht. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Wo Spitzenspiel drauf stand, war auch Spitzenspiel drin! Die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg mussten sich im Verfolgerduell bei Eintracht Frankfurt nach turbulenten 90 Minuten mit 3:4 (1:2) geschlagen geben und damit einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze hinnehmen.

„Unmittelbar nach der Partie sind wir über die Niederlage sehr enttäuscht. Das hätte nicht sein müssen, weil wir im Spiel nach vorn sehr viel richtig gemacht haben. Wenn wir drei Tore in Frankfurt schießen, sollten wir eigentlich als Sieger vom Platz gehen“, konstatierte VfL-Chefcoach Oliver Glasner und schob nach: „Aber heute haben wir in der Defensive zu viele Fehler gemacht. Das, was uns über Monate ausgezeichnet hat, ist heute in einem Spiel zusammengekommen. Frankfurt war dann sehr effizient und hat nahezu jede Torchance verwertet.“

20:8 Torschüsse, eine bessere Passquote (74 zu 67 Prozent), mehr Ballbesitz (55 zu 45 Prozent) und 7:3 Ecken – die Wölfe waren den Gastgebern in nahezu jeder Statistik einen Schritt voraus, nur eben nicht in der letztlich entscheidenden. Kein Wunder also, dass Glasner von „einer enttäuschenden Niederlage“ sprach. „Aber die Leistung – speziell im Spiel nach vorn – stimmt mich für die nächsten Aufgaben zuversichtlich. Und daher wird uns diese Niederlage auch nicht umwerfen“, meinte der VfL-Trainer.

Allerdings hat es auch die nächste Aufgabe wahrlich in sich: Die Grün-Weißen empfangen am Samstag (15.30 Uhr) den deutschen Rekordmeister FC Bayern München in der Volkswagen-Arena. Zwar hat der Spitzenreiter vor dem 29. Spieltag noch fünf Zähler Vorsprung auf Verfolger RB Leipzig, aber einen erneuten Ausrutscher wie zuletzt das 1:1 gegen Union Berlin dürfen sich die Bayern im Saisonendspurt nicht mehr erlauben. Sonst könnten die Leipziger doch noch einmal in Schlagweite kommen.

Wie eben auch die Frankfurter, die den Rückstand auf den Tabellendritten aus Wolfsburg durch den 4:3-Erfolg auf einen Punkt verkürzten.
„Es war ein absolut spektakuläres Spiel – gegen eine Mannschaft, gegen die wir die letzten vier Heimspiele alle verloren haben. Dass wir dieses Spitzenspiel schlussendlich für uns entscheiden konnten, ist natürlich umso erfreulicher. Es war ein richtiger Husarenritt“, fasste Eintrachts Noch-Coach Adi Hütter zusammen.

Das Verfolgerduell hatte von Beginn an Fahrt aufgenommen: Ridle Baku (6.) brachte die Wölfe früh in Führung, doch postwendend gelang Daichi Kamada (8.) der Ausgleich für die Frankfurter.

Und in der 27. Spielminute traf Real-Leihgabe Luka Jovic sogar zur 2:1-Pausenführung für die Hausherren – trotz eines klaren Chancenplus‘ für die Wolfsburger.
Der zweite Durchgang begann erneut furios: VfL-Torjäger Wout Weghorst markierte mit einem abgefälschten Schuss den 2:2-Ausgleich (46.). Die Wölfe machten fortan weiter das Spiel, aber auch den nächsten Fehler – in Person von Josip Brekalo, der das Duell gegen Kamada verlor und so das 2:3 von Erik Durm (54.) einleitete. Nur sieben Minuten später legte Andre Silva den vierten Treffer für die Eintracht nach. Zwar kamen die Grün-Weißen durch ein Eigentor von Tuta (85.) noch einmal auf 3:4 heran, doch trotz weiterer Möglichkeiten blieb es letztlich bei der unglücklichen Niederlage für die Gäste.

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