VfL knackt königsblaues Bollwerk - Neue Helmstedter
20. März 2021
Sport

VfL knackt königsblaues Bollwerk

„Wölfe“ melden sich mit einem 5:0-Heimsieg gegen Schlusslicht FC Schalke 04 zurück

VfL-Mann Admir Mehmedi (links) und sein Team hatten in der Partie gegen FC Schalke 04 defensiv immer alles im Griff (rechts: Timo Becker vom FC Schalke 04). Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Sie haben den Vorsprung auf Platz 4 auf vier Punkte ausgebaut, den Rückstand auf Rang 2 auf sechs Zähler verkürzt – und ganz nebenbei noch etwas für die Tordifferenz getan: Die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg haben sich nach zuvor zwei Pflichtspielniederlagen in Folge mit einem 5:0 (1:0)-Heimsieg gegen Schlusslicht FC Schalke 04 zurückgemeldet.

„Wenn am Ende ein 5:0 steht, sind wir alle hochzufrieden. Es war ein hartes Stück Arbeit. In der ersten Halbzeit ist uns alles nicht so von der Hand gegangen, da Schalke sehr aggressiv war und die Räume eng gemacht hat“, konstatierte VfL-Chefcoach Oliver Glasner. Und der Österreicher fügte hinzu: „Wir waren nicht so im Rhythmus und sind mit einer glücklichen 1:0-Führung durch das Eigentor in die Halbzeit gegangen, wobei wir defensiv immer alles im Griff hatten.“

In der Tat war es eine zähe erste halbe Stunde in der Volkswagen Arena. Die Gäste aus Gelsenkirchen agierten in einem defensiv ausgerichteten 5-4-1-System und suchten ihr Glück ausnahmslos im Konterspiel.

Und die „Wölfe“ suchten zunächst lange Zeit vergeblich den Schlüssel, um das königsblaue Bollwerk zu knacken – bis zur 31. Minute, ehe sie tatkräftige Unterstützung von den Schalkern bekamen. Winter-Zugang Shkodran Mustafi wollte eine Hereingabe per Kopf zu Keeper Frederik Rönnow klären, der aber auf dem Weg in die andere Ecke war – ein unglückliches und zugleich unnötiges Eigentor, durch das der VfL mit 1:0 in Führung ging.

„In der zweiten Halbzeit waren wir sehr präzise und haben schnelle Lösungen nach vorne gesucht. Nach dem 2:0 und 3:0 sind bei den Schalkern die Köpfe nach unten gegangen. Insgesamt sind wir mit der Leistung sehr zufrieden und darin bestätigt, was wir immer gesagt haben – dass wir als Mannschaft sehr gefestigt sind, sodass uns der eine oder andere Ausfall nicht aus der Bahn wirft. Darüber freue ich mich eigentlich am meisten“, betonte Oliver Glasner, der mit den gesperrten Maxence Lacroix, Xaver Schlager und Paulo Otavio sowie dem verletzten Renato Steffen gleich vier Stammkräfte ersetzen musste.

Die zweite Halbzeit selbst ist schnell zusammengefasst: Es entwickelte sich Einbahnstraßenfußball in Richtung S04-Gehäuse – die weiteren Treffer durch Wout Weghorst (51.), Ridle Baku (58.), Josip Brekalo (64.) und Maximilian Philipp (84.) waren letztlich nur die logische Konsequenz. „Man merkt bei den Jungs, dass sie an so einem Gegentor zu kauen haben und es mental nicht einfach ist. Mit dem 2:0 und dann dem 3:0 hat man gemerkt, dass es immer schwieriger wurde und die Messe gelesen ist“, musste Schalkes neuer Coach Dimitrios Grammozis einräumen.

Eine Leistung wie im zweiten Durchgang müssen die „Wölfe“ am heutigen Samstag auch im Nordderby bringen, wenn sie erfolgreich sein wollen: Von 15.30 Uhr an sind die Grün-Weißen zu Gast bei Werder Bremen. Und die Hausherren von der Weser können als Tabellenzwölfter ohne den ganz großen Druck in die Partie gehen – und werden obendrein noch auf Revanche sinnen. Denn das turbulente Hinspiel in Wolfsburg ging nach zwei späten Treffern mit 5:3 an den VfL. Positiv aus Sicht der Gäste: Mit Lacroix und Schlager kehren zwei absolute Leistungsträger nach ihren Gelbsperren ins Aufgebot zurück.

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