Leipzig schaltet die „Wölfe“ aus - Neue Helmstedter
6. März 2021
Sport

Leipzig schaltet die „Wölfe“ aus

DFB-Pokal: Der VfL Wolfsburg muss im Viertelfinale eine 0:2-Niederlage hinnehmen

Elfmeter: Wolfsburgs Torjäger Wout Weghorst (Mitte) lief an, rutschte jedoch mit dem Standbein weg und jagte das Leder über das Leipziger Gehäuse. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Der Lauf in der Fußball-Bundesliga hält an – der Traum vom DFB-Pokal-Finale ist dagegen geplatzt! Vier Tage nach dem 2:0-Heimsieg gegen Hertha BSC Berlin, mit dem der VfL Wolfsburg den dritten Tabellenplatz untermauert hat, mussten die „Wölfe“ im Viertelfinale eine 0:2 (0:0)-Niederlage bei RB Leipzig hinnehmen und schieden damit im nationalen Pokalwettbewerb aus.

„Wir hatten in der Anfangsphase Probleme mit der Grundordnung, die wir aber sehr gut in den Griff bekommen haben. Bis zur Halbzeit war es dann ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wir natürlich durch den Elfmeter und auch aufgrund der Chance von Renato Steffen hätten in Führung gehen können“, konstatierte VfL-Chefcoach Oliver Glasner und fasste damit die erste Halbzeit treffend zusammen.

Zunächst rettete VfL-Keeper Koen Casteels mit einer Weltklasseparade gegen Christopher Nkunku (12.), dann war er bei einem Kopfball von Justin Kluivert (18.) zur Stelle. In der Folgezeit befreiten sich die „Wölfe“ jedoch mehr und mehr und nahmen das Heft des Handelns selbst in die Hand. In Minute 26 bot sich den Wolfsburgern dann die Riesenchance zur Führung – nach einem Foul an Kevin Mbabu gab es Strafstoß.

Torjäger Wout Weghorst lief an, rutschte jedoch mit dem Standbein weg und jagte das Leder über das Leipziger Gehäuse. Sekunden vor der Pause dann der nächste Hochkaräter für den VfL: Maxence Lacroix schickte Renato Steffen auf die Reise, der jedoch freistehend an RB-Schlussmann Peter Gulasci scheiterte.

„Nach dem Wechsel hatte RB dann die klar besseren Möglichkeiten. Wir konnten uns nicht mehr recht durchsetzen und sind dann einmal sauber ausgekontert worden, was das Spiel letztlich entschieden hat“, räumte Oliver Glasner ein und schob nach: „Den Jungs möchte ich trotzdem ein Kompliment aussprechen. Sie haben alles versucht und toll gefightet. Es war ein rassiger Pokalfight mit einem verdienten Sieger RB Leipzig.“

Den sauberen Konter, von dem Glasner sprach, fing sich der VfL in Minute 63 ein: Der eingewechselte Alexander Sörloth bediente in der Mitte Yussuf Poulsen, dessen Schuss Lacroix unhaltbar für Casteels abfälschte – das 1:0 für Leipzig, es war zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient. Auf der Gegenseite landete ein Schuss des eingewechselten Josip Brekalo (78.) nur am Außennetz, ehe Hee Chan Hwang (88.) mit dem 2:0 den Deckel draufmachte und die erste Pflichtspielniederlage der „Wölfe“ nach zuvor zehn ungeschlagenen Spielen besiegelte.

„Wir sind sehr enttäuscht. Wir haben leider das Tor nicht gemacht. Es war ein guter Fight, aber leider hat es nicht für uns gereicht – da war mehr drin“, sagte VfL-Rückhalt Koen Casteels und richtete sogleich den Blick wieder nach vorne: „Nun können wir uns voll auf die Liga fokussieren.“ Hier würden die Wolfsburger ihre Erfolgsserie nämlich gerne fortsetzen und weiter auf Champions-League-Kurs steuern.

Allerdings erwartet den VfL hier bereits am heutigen Samstag (15.30 Uhr) eine knifflige Aufgabe. Die Mannen von Oliver Glasner gastieren im Kraichgau bei der TSG Hoffenheim, die als Tabellenelfter ohne großen Druck in die Partie gehen kann. Zehn Zähler liegt das Team von Trainer Sebastian Hoeneß aktuell hinter dem internationalen Geschäft zurück, aus dem es sich zuletzt überraschend mit einer 0:2-Heimniederlage gegen FK Molde verabschiedet hat. Das Polster auf Relegationsrang 16 ist mit neun Punkten dafür durchaus komfortabel.

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