„Wölfinnen“ beißen zu - Neue Helmstedter
20. Februar 2021
Sport

„Wölfinnen“ beißen zu

VfL-Frauen entscheiden Duell gegen Hoffenheim mit 1:0 für sich

Nachdem Svenja Huth (55.) das Leder zur 1:0-Führung ins Tor spitzelte, jubelte die Mannschaft. Foto: Simka/regios24

Wolfsburg (jne). Wieder war es knapp – doch wieder bissen die „Wölfinnen“ zu! Die Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben das Verfolgerduell gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 1:0 (0:0) für sich entschieden und damit die Siegesserie des Tabellendritten aus dem Kraichgau nach zuvor sieben Erfolgen hintereinander beendet. Damit baute der VfL seinen Vorsprung auf die TSG auf nunmehr neun Punkte aus und verabschiedete sich mit einem Erfolg in die Länderspiel-Pause.

Der Respekt voreinander war gerade in der Anfangsphase auf beiden Seiten deutlich zu spüren, die Mannschaften tasteten sich langsam ab und ins Spiel hinein. Die ersten Torannäherungen hatten die Gäste: Nicole Billa (14.) wurde gerade noch von Lena Oberdorf geblockt, die künftige Wolfsburgerin Tabea Waßmuth (16., 24.) scheiterte jeweils an VfL-Torhüterin Katarzyna Kiedrzynek. Doch dann waren die „Wölfinnen an der Reihe: Nach einer Hereingabe von Alexandra Popp fehlten Sven Huth (28.) nur wenige Zentimeter, und beim Schuss von Rebecka Blomqvist (38.) war ein TSG-Bein im Weg – es hieß 0:0 zur Pause.

Gerade einmal zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als die Gastgeberinnen bei frostigen Temperaturen eiskalt zuschlugen: Svenja Huth (55.) spitzelte das Leder zur 1:0-Führung ins Tor. Ein Treffer, der dem VfL zusätzlichen Auftrieb gab: Ein Kopfball von Zsanett Jakabfi (58.) klatschte aber nur an den Pfosten, und auch Lena Oberdorf (62.) und Rebecka Blomqvist (66.) vergaben gute Chancen zum zweiten Treffer. Die beste Möglichkeit aber bot sich Lena Goeßling in der 83. Minute: Die 34-Jährige, deren auslaufender Vertrag im Sommer nicht verlängert wird, setzte einen Foulstrafstoß an den Pfosten – und so blieb es spannend bis zum Schluss.

„Wir hatten unter der Woche analysiert, dass unsere großartige Mentalität ein wichtiger Faktor beim Sieg gegen Potsdam war. Genau das haben wir uns auch für heute vorgenommen – und die Mannschaft hat es grandios umgesetzt“, freute sich VfL-Chefcoach Stephan Lerch über den aus seiner Sicht auch verdienten Erfolg. Lerch: „Ein Kompliment an meine Mannschaft, die sich nicht allein auf ihre spielerische Qualität verlassen, sondern auch Fußball gearbeitet hat. Wir haben mit großer Leidenschaft und maximaler Intensität in den Aktionen bis zum Ende agiert.“

Mit dem 1:0-Sieg verabschiedeten sich die „Wölfinnen“ in die erste Länderspiel-Pause des Jahres 2021, ehe es am 3./4. März mit dem Achtelfinale der Champions League weitergeht – und zwar mit einem Heimspiel gegen den norwegischen Vertreter LSK Kvinner FK. Das ergab die Auslosung durch „Ex-Wölfin“ Nadine Keßler, die inzwischen bei der UEFA für die europäischen Frauen-Wettbewerbe verantwortlich ist. Das Rückspiel findet eine Woche später statt – dazwischen liegt für den VfL noch die Bundesliga-Auswärtspartie beim SV Meppen (7. März, 14 Uhr).

Mit Ingrid Engen haben die Wolfsburgerinnen eine ehemalige Spielerin des kommenden Champions-League-Gegners in ihren Reihen. Die Norwegerin wechselte 2019 an den Mittellandkanal. „Gegen den ehemaligen Verein von Ingrid Engen anzutreten, wird sportlich sicherlich – wie gegen alle skandinavischen Top-Teams – eine Herausforderung. Aber natürlich werden wir mit dem klaren Ziel in die Partien gehen, uns gegen den LSK durchzusetzen und ins Viertelfinale einzuziehen“, konstatierte Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen.

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