Nullnummer gegen Gladbach - Neue Helmstedter
20. Februar 2021
Sport

Nullnummer gegen Gladbach

Fußballbundesligist VfL Wolfsburg muss sich mit einem torlosen Remis zufriedengeben

Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach) sowie die „Wölfe“ Xaver Schlager (Mitte) und Maximilian Arnold (rechts). Foto: Simka/regios24

Wolfsburg. Das halbe Dutzend ist voll: Bereits zum sechsten Mal in Serie stand die Null beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Im Verfolgerduell gegen Borussia Mönchengladbach mussten sich die „Wölfe“ – nach zuvor fünf Pflichtspielsiegen in Serie – jedoch mit einem torlosen Remis zufriedengeben und rutschten damit vor der Auswärtsbegegnung beim DSC Arminia Bielefeld am Freitagabend (bei Red.-schluss nicht beendet) in der Tabelle auf den vierten Platz ab.

„Das Spiel lief so, wie ich es erwartet habe. Die beiden Mannschaften haben sich 90 Minuten lang nichts geschenkt“, erklärte VfL-Chefcoach Oliver Glasner, der vor allem mit dem Auftritt seiner Elf nach der Pause hochzufrieden war: „In der zweiten Halbzeit waren wir dominant, haben Gladbach phasenweise in ihre Hälfte eingeschnürt. Was zum Sieg gefehlt hat war das Quäntchen Glück, wie beim Pfostenkopfball von John Brooks.“ Dennoch freute sich der Österreicher, „dass wir momentan so konstant auf gutem Niveau spielen“.

Dabei überzeugten die Grün-Weißen einmal mehr mit einer konzentrierten Defensivleistung und gestatteten den Gästen im gesamten Spielverlauf nur wenige gefährliche Möglichkeiten. Nach starkem VfL-Beginn und Chancen durch Kevin Mbabu (7.), Ridle Baku (9.) und Yannick Gerhardt (16.) neutralisierten sich die beiden Teams mehr und mehr – die Nullnummer zur Pause entsprach den Kräfteverhältnissen auf dem Rasen.

Die Gladbacher kamen war gut aus der Kabine, fanden aber letztlich kein Durchkommen – und der Schwung ebbte schnell wieder ab. Dafür nahm der Druck der „Wölfe“ mehr und mehr zu: Xaver Schlager (55.) verfehlte sein Ziel aus der Distanz nur knapp, ehe ein Kopfball von Brooks (63.) nur an den Pfosten klatschte. Wout Weghorst (66.), Kevin Mbabu (73.) und noch einmal Xaver Schlager (90.) waren ebenfalls dicht dran am Siegtreffer, der aufgrund der zweiten Hälfte durchaus verdient gewesen wäre.

Dafür hatten die Wolfsburger schon vor dem Anpfiff einen Erfolg verbuchen können: „Dauerbrenner“ Maximilian Arnold verlängerte seinen Vertrag beim VfL vorzeitig um vier Jahre bis zum 30. Juni 2026. „Das ist eine richtig gute Nachricht für den VfL Wolfsburg und ein tolles Signal für die weitere Entwicklung unserer Mannschaft“, betonte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer: „Max ist in Wolfsburg vom Jugendlichen zum gestandenen Bundesligaspieler gereift. Er prägt unser Spiel seit Jahren, hat hier gute und schlechte Zeiten miterlebt. In dieser Zeit ist er nicht nur zu einem Gesicht des Vereins geworden, sondern auch zum Idol und Vorbild für viele Talente in unserem Nachwuchs.“

Maximilian Arnold war 2009 von Dynamo Dresden nach Wolfsburg gewechselt, spielte dort für die U17 und U19, ehe er 2011 als jüngster Debütant der VfL-Bundesliga-Geschichte mit 17 Jahren seinen Einstand im Oberhaus feierte. Momentan spielt er seine zehnte Bundesliga-Saison für die „Wölfe“. „Es ist etwas sehr Besonderes, so lange für denselben Verein auflaufen zu können. Fast die Hälfte meines Lebens verbringe ich nun schon in Wolfsburg. Hier habe ich den Schritt zum Profi geschafft, habe mich in der Bundesliga behaupten können und außerdem eine Familie gegründet. So etwas gibt man nicht so leicht wieder her“, hob Maximilian Arnold hervor: „Ich bin stolz, dass der Verein auch weiterhin auf mich baut und dass ich Teil einer richtig starken Mannschaft bin.“

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