Bärenstarker Belgier im Tor - Neue Helmstedter
6. Februar 2021
Sport

Bärenstarker Belgier im Tor

DFB-Pokal: VfL Wolfsburg zieht mit 1:0-Erfolg gegen FC Schalke 04 ins Viertelfinale ein

Wout Weghorst (rechts) jubelt mit Yannick Gerhardt nach seinem Elfmetertor zum 1:0. Foto: Simka/rs24

Wolfsburg. Es war eine perfekte „Wölfe“-Woche: Drei Tage, nachdem die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg mit einem 3:0 (2:0)-Erfolg gegen den SC Freiburg den dritten Tabellenplatz erobert hatten, gelang den Grün-Weißen im DFB-Pokal der Einzug in die Runde der letzten Acht. Im Achtelfinal-Heimspiel gegen den FC Schalke 04 setzten sich die Mannen von Cheftrainer Oliver Glasner mit 1:0 (1:0) durch und zogen damit zum zehnten Mal in der Vereinsgeschichte ins Viertelfinale ein.

Auf wen die Wolfsburger dort am 2. oder 3. März treffen werden, das entscheidet sich am Sonntag, wenn im Rahmen der ARD-Sportschau die nächste Runde ausgelost wird. Bereits einen Tag vorher treten die „Wölfe“ von 15.30 Uhr an beim Tabellen-13. FC Augsburg an und wollen in der Fuggerstadt ihren guten Lauf fortsetzen. Zuletzt feierten die Grün-Weißen in Pflichtspielen schließlich vier Zu-Null-Siege in Serie.

Doch zurück zum Pokalspiel gegen das Bundesliga-Schlusslicht FC Schalke 04, in dem die Gastgeber zunächst das aktivere Team waren. Maximilian Arnold versuchte es aus der Distanz (8.), Paulo Otavio mit einem Schlenzer (10.) und Renato Steffen mit einem Flachschuss (12.), der am Gästetor vorbeistrich. Die Schalker versteckten sich jedoch nicht, präsentierten sich defensiv gut organisiert und setzten offensiv immer wieder Nadelstiche. So parierte VfL-Keeper Koen Casteels gegen Amine Harit (14.), dann stoppte Maxence Lacroix gerade noch Matthew Hoppe (18.).

Es entwickelte sich eine ausgeglichene, kampfbetonte Partie, die jedoch erst kurz vor dem Seitenwechsel wieder Torraumszenen mit sich brachte. Eine Hauptrolle sollte dabei ausgerechnet William spielen, der erst vor einer Woche auf Leihbasis vom VfL zu den Schalkern gewechselt war. Er kam an der Strafraumkante gegen Xaver Schlager etwas zu spät, traf den Österreicher nach dessen Schussversuch.

Der Videoschiedsrichter schaltete sich ein, und nach Ansicht der Bilder zeigte Referee Felix Zwayer auf den Elfmeterpunkt. Wout Weghorst trat zum Strafstoß an, scheiterte zunächst aber an S04-Keeper Ralf Fährmann. Im Nachschuss traf der Niederländer jedoch zur 1:0-Führung (40.) für den VfL, der sich Sekunden vor der Pause bei seinem Schlussmann bedanken durfte. Hoppe kam drei Meter vor dem Tor an die Kugel, mit einer unglaublichen Fußabwehr bewahrte Casteels die Hausherren allerdings vor dem Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel plätscherte die Begegnung lange Zeit vor sich hin, Torraumszenen blieben vorerst Mangelware. In der 74. Minute bot sich den Schalkern dann jedoch die Riesenchance zum Ausgleich: William setzte Mark Uth in Szene, aber erneut entschied VfL-Keeper Casteels das Duell mit einer Glanztat für sich. Und egal, was die „Königsblauen“ in der Schlussphase auch versuchten: Der bärenstarke Belgier zwischen den VfL-Pfosten war einfach nicht mehr zu überwinden.

„Man muss sich jeden Sieg hart erarbeiten, und das haben die Jungs heute gemacht. Wir haben nach hinten raus viel investiert, um die Null zu halten. Zweimal war auch Koen wieder zur Stelle. Das hat er toll gemacht“, sagte VfL-Coach Oliver Glasner in Richtung seines Matchwinners.

Ähnlich sah es sein Gegenüber Christian Gross: „Es war eine umkämpfte Pokalpartie, in der wir einige sehr gute Torchancen hatten. Doch wir haben sie nicht verwertet aufgrund einer sehr starken Leistung vom gegnerischen Torhüter. Kompliment an ihn, er hat fantastisch gehalten, was heute matchentscheidend war.“

Auch interessant