„Wolfsburg hat zurecht gewonnen“ - Neue Helmstedter
30. Januar 2021
Sport

„Wolfsburg hat zurecht gewonnen“

Erfolg im 800. Bundesliga-Spiel: „Wölfe“ schaffen Sprung auf Champions-League-Platz

Ridle Baku (liegend) erzielte die Pausenführung für seine „Wölfe“. Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Endlich haben die „Wölfe“ auch mal einen „Großen“ gepackt! Die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg haben sich im Verfolgerduell bei Bayer 04 Leverkusen mit 1:0 (1:0) durchgesetzt und damit einen gelungenen Rückrundenstart hingelegt.

Mehr noch: Durch den Erfolg in ihrem 800. Bundesliga-Spiel schafften die Grün-Weißen sogar den Sprung auf einen Champions-League-Platz. Schon in der Hinrunde hatten die Wolfsburger zumeist gute Leistungen gegen die Spitzenteams abgeliefert, allerdings nie den Platz als Sieger verlassen.

Unentschieden gegen Leverkusen, Gladbach und Leipzig – knappe Niederlagen in München und Dortmund: An den ersten 17 Spieltagen hatte es gegen die „Großen“ nicht zum großen Coup gereicht. Das änderte sich nun im Jubiläumsspiel, in dem die „Wölfe“ zunächst jedoch große Probleme hatten.

Die Leverkusener legten los wie die Feuerwehr, hatten durch Nadiem Amiri und Lucas Alario jeweils zwei Großchancen zur frühen Führung. „Die ersten fünf, sechs Minuten hatten wir großes Glück. Da hat uns Bayer Leverkusen im Spiel gelassen, obwohl sie eigentlich 2:0 in Führung hätten gehen können“, musste auch VfL-Chefcoach Oliver Glasner eingestehen: „Danach haben wir das Tempo mitgehen können, kamen immer besser in die Partie und standen in der Defensive kompakt – wobei wir auch nach vorn gefährlich waren.“

Der VfL hatte sich nun besser auf die Hausherren eingestellt und setzte nun selbst offensive Akzente. Zunächst agierten die Wolfsburger im letzten Angriffsdrittel jedoch noch zu ungenau. Bis zur 35. Minute jedenfalls, dann landete die punktgenaue Flanke von Renato Steffen am zweiten Pfosten bei Ridle Baku, der das Leder per Kopf in die Maschen wuchtete – das 1:0 für die „Wölfe“, zugleich die Pausenführung.

Die Grün-Weißen versuchten, durch Konter zum Erfolg zu kommen. Spielten allerdings den letzten Pass noch zu ungenau. In der 35. Minute gab es schließlich Grund zum Jubeln. Steffen flankte von halblinks butterweich in den Strafraum. Am zweiten Pfosten stand Baku goldrichtig und köpfte zur 1:0-Führung für die Gäste (35.).

Bis zur Pause stand der VfL sehr kompakt und ließ nichts mehr anbrennen. Dank seiner effizienten Chancenverwertung gingen die Niedersachsen mit der 1:0-Führung in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die „Wölfe“ von Beginn an aufmerksam und ließen die Leverkusener kaum zur Entfaltung kommen – die VfL-Defensive um den bärenstarken Maxence Lacroix stand sicher, machte einen glänzenden Job.

Ein Beleg dafür: Die erste und zugleich einzige Bayer-Chance in Durchgang 2 vergab Daley Sinkgraven in der 82. Minute, als er mit einem satten 16-Meter-Schuss in VfL-Keeper Koen Casteels seinen Meister fand. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Gäste aber auch mit 2:0 in Front liegen können. Doch Torjäger Wout Weghorst (68.) war an der Schulter von Leverkusens Schlussmann Lukas Hradecky gescheitert.

„In der zweiten Halbzeit war Leverkusen zwar am Drücker, aber wir haben keine wirkliche Torchance mehr zugelassen. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr Entlastung gewünscht, dennoch großes Kompliment an die Jungs für ihre taktische Disziplin und ihr läuferisches Engagement“, bilanzierte Oliver Glasner. Und sein Gegenüber Peter Bosz zeigte sich als fairer Verlierer: „Am Ende hat Wolfsburg zurecht gewonnen.“

Einer, der in Leverkusen schon nicht mehr dabei war, ist der Brasilianer William: Der Rechtsverteidiger wurde an den FC Schalke 04 verliehen – und könnte ein schnelles Wiedersehen mit den „Wölfen“ feiern. Denn drei Tage nach dem Bundesliga-Heimspiel des VfL gegen den SC Freiburg (Sonntag, 18 Uhr) steigt in der Volkswagen-Arena das DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen den Wolfsburgern und Williams‘ neuem Klub aus Gelsenkirchen (Mittwoch, 18.30 Uhr).

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