30. Januar 2021
Allgemein

Kleiner Piks, große Wirkung

Corona-Hotline des Landes für Impftermine ist seit Donnerstag eingerichtet

Ann-Christin Dyck (links) ist eine der ersten Geimpften im Helios Klinikum.  Helios Klinik/oh

Helmstedt. Noch ist Niedersachsen mit den Impfungen in Pflegeheimen und von Gesundheitspersonal beschäftigt, für die der knappe Impfstoff zuerst verwendet werden soll. Zwar gibt es seit Donnerstag schon eine Hotline zu Fragen zur Impfung unter der Rufnummer 0800/99 88 665 – diese aber war am Starttag heillos überlastet und zusammengebrochen.

Zudem werden dort noch keine Termine für die 50 Impfzentren vergeben. Denn: „Es steht kein Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung“, so teilt es der Landkreis Helmstedt mit. Das Helmstedter Impfzentrum führe derzeit über mobile Teams die Erstimpfungen für Bewohner und Personal in den Alten- und Pflegeheimen durch. Bis zum vergangenen Freitagabend konnten in zwölf von 21 Einrichtungen die ersten Injektionen erfolgen. Zeitgleich erhalten einige schon ihre Zweitimpfung.

„Im Anschluss sind noch Impfungen für weitere Personengruppen vorgesehen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Arzt- oder Physiotherapiepraxen, die Personen in Pflegeeinrichtungen behandeln, sowie Personal von ambulanten Pflegediensten und Tagespflegeeinrichtungen“, erklärt der Landkreis.

Angekommen sind die ersten Impfdosen zum Beispiel schon in der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt. In dem Krankenhaus werden nun die ersten Mitarbeiter durch eigene Ärzte und Pflegefachkräfte geimpft. „Ich freue mich sehr, dass wir nun auch in Helmstedt unseren Mitarbeitern die Impfung anbieten und sie damit noch mehr schützen können“, sagt Klinikgeschäftsführer Matthias Hahn.

Ann-Christin Dyck ist Pflegefachkraft auf der Intensivstation und war eine der ersten Geimpften. Ein kleiner Piks durch Carola Kristmanski und die erste Dosis war gesetzt. In drei Wochen folgt die nächste, damit die Impfung ihre volle Wirkung zeigen kann. „Ich lasse mich impfen, um mich vor einer Infektion zu schützen und somit eine gute Versorgung unserer Patienten sicherzustellen“, erklärt Ann-Christin Dyck.

„Die Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt orientiert sich bei der Reihenfolge der Mitarbeiter-Impfungen an den geltenden Verordnungen“, so Hahn. Als erstes sind entsprechend die Bereiche an der Reihe, in denen ein Kontakt zu am Coronavirus infizierten Patienten am wahrscheinlichsten ist, beispielsweise die Zentrale Notaufnahme oder die Intensivstation. „Doch auch alle anderen Mitarbeiter, die eine Impfung wünschen, werden diese erhalten, zuerst natürlich diejenigen, die im direkten Patientenkontakt stehen“, betont der Geschäftsführer.

Nach dem aktuellen Liefermodus für Impfstoff würden voraussichtlich erst Mitte März die Impfstrecken des Helmstedter Impfzentrums für die Bevölkerung geöffnet werden. „Sollte absehbar sein, dass mehr Impfstoff verfügbar sein wird, passen wir umgehend die Impfstrategie an und informieren die Bevölkerung über öffentliche Quellen“, erläutert der Landkreis in einer Pressemitteilung.

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