Leipzig kommt: VfL braucht die nötige Geduld - Neue Helmstedter
21. Januar 2021
Sport

Leipzig kommt: VfL braucht die nötige Geduld

Guilavogui hofft, sich wieder in den Vordergrund spielen zu können

Zuletzt bekam Josuha Guilavogui (re.) seine Einsatzzeiten nur nach Einwechslungen. Der Führungsspieler will sich seinen Platz in der Startelf zurückverdienen – und das Heimspiel gegen RB Leipzig könnte seine Chance sein, sich zu beweisen. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg (fx). Die dritte hohe Hürde in Folge: Der VfL Wolfsburg erwartet an diesem Samstag (15.30 Uhr) in der Fußball-Bundesliga RB Leipzig. Die Zielvorgabe dürfte dabei klar sein: Den Topspiel-Dreierpack nach dem 0:2 gegen Borussia Dortmund und dem 2:2 gegen Union Berlin mit etwas Zählbarem gegen die Sachsen versöhnlich abschließen.

Es war gegen die Hauptstädter am vergangenen Wochenende ein Punkt der Moral, den die Wolfsburger nach der roten Karte für Maximilian Arnold (50.) und dem 1:2-Rückstand feierten. „Dass wir zurückgekommen sind, zeigt einfach, dass wir gefestigt sind und einen sehr guten Spirit in der Mannschaft haben“, lobte VfL-Coach Oliver Glasner seine Schützlinge.

Genau dieser Spirit wird auch am Samstag in der Volkswagen Arena nötig sein, um gegen den Zweiten der Tabelle aus Leipzig bestehen zu können. Aber noch eine andere mentale Fähigkeit wird der VfL brauchen: viel Geduld. Mit nur 12 Gegentoren stellen die Leipziger die beste Defensive der Liga. Und Gegner, die ihr Abwehrbollwerk ungeordnet anstürmen, straft RB mit blitzschnellen Kontern – das Markenzeichen der Sachsen.

Ausgerechnet Leitwolf Arnold fehlt nun gesperrt. Aber für einen anderen Führungsspieler der Grün-Weißen könnte das eine große Möglichkeit sein: Josuha Guilavogui. Der Franzose, für den in Glasners System zuletzt kein Platz mehr war, hatte seinen Unmut zuletzt gegenüber dem Kicker Ausdruck verliehen. „Man muss zwischen den Linien lesen. Ich respektiere die Entscheidung des Trainers, will sie aber nicht akzeptieren, weil das bedeuten würde, dass ich mich damit zufrieden gebe“, betonte Guilavogui. „Ich warte auf meine Chance.“ Und die könnte jetzt gegen Leipzig gekommen sein – wenn auch vielleicht in der Abwehr, wo hinter den Einsätzen von  Maxence Lacroix und Marin Pongracic, die nach COVID-19-Infektionen noch Defizite haben, Fragezeichen stehen.

Während nun ein Wolf auf dem Abstellgleis hofft, sich gegen Leipzig wieder in den Vordergrund spielen zu können, hat ein anderer den VfL vorerst verlassen: Felix Klaus. Der 28-Jährige wechselte auf Leihbasis bis zum Saisonende zum Zweitligisten Fortuna Düsseldorf – und wird der Wolfsburger Offensive am Samstag also nicht dabei helfen können, das Leipziger Abwehrbollwerk zu knacken.

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