Ein zweites Leben für die Sammeltasse - Neue Helmstedter
28. November 2020
Freizeit

Ein zweites Leben für die Sammeltasse

Am zweiten Advent wird die Remise des Museumshofes in Grasleben zum Etagerenparadies

Gabriele Lohrengel lässt sich von den Corona-Einschränkungen nicht beirren. Ihr aktuelles Projekt: ein Etagerenparadies in der Remise des Museumshofes. Foto: Erik Beyen

Grasleben. Der Verein „Der Markgrafsche Hof – Museum Grasleben“ lässt sich von den Corona-Einschränkungen nicht beirren. Allen voran dessen Vorsitzende Gabriele Lohrengel eröffnet sich und ihren Mitstreitern laufend neue Wege, um die Kasse des Vereins nicht versiegen zu lassen.

„Wir müssen uns bewegen, um etwa laufende Kosten zu deckeln“, sagt sie. Das aktuelle Projekt: ein Etagerenparadies in der Remise des Hofes am Sonntag, 6. Dezember, von 14 bis 17 Uhr. Die Etageren bestehen aus echtem Porzellan mit Distanzstangen, aber nicht aus irgendeinem Porzellan. Die guten Stücke hauchen alten Sammelstücken ein neues Leben ein.

„Man kann sie nicht nur für kleine Naschereien nutzen. Auch für Schmuck eignen sie sich hervorragend“, erklärt Lohrengel. Fertigungszeit pro Stück: „Man muss schon bis zu eine dreiviertel Stunde einplanen“, meint die Etagerenkönigin.

Zwei- und dreistöckige Etageren sind in der Remise liebevoll auf Tischen mit weißen Decken aufgebaut. Alles Handarbeit, und ein jedes Stück ist ein Unikat, und fast alle haben einen goldenen Rand. Bei genauem Hinsehen fallen aber Exemplare auf, die so gar nicht in das Bild passen wollen. Sie haben ein Dach aus Porzellan.

„Das sind Futtergeren“, erklärt ihre Schöpferin, eine Eigenkreation aus dem Hause Lohrengel, sowohl die Begrifflichkeit als auch ihren Aufbau betreffend. „Ich habe einige Probeexemplare einem Praxistest unterzogen“, so Lohrengel. Ergebnis: bestanden. Die Vogelgemeinde im Lohrengelschen Garten nehme die neuen Futterstellen sehr gut an. Vorteil: „Die lassen sich einfach in der Spülmaschine reinigen“, rät die Expertin.

Wer die handgefertigten Werke anschauen und ein Exemplar oder auch mehrere kaufen möchte, hat dazu am zweiten Advent, das ist der 6. Dezember, die Gelegenheit. Von 14 bis 17 Uhr öffnet der Verein die Remise für Besucher, aber: „Die Menschen müssen sich vorher unbedingt anmelden, damit wir jedem Gast nach Corona-Regeln seine Zeit geben können“, so Gabriele Lohrengel. Die Nummer zum Unikat lautet 05357/5 87.

Und wer sich ohne Remisenbesuch ein Exemplar sichern möchte? „Kein Problem, die gibt es auch direkt bei mir.“ Kostenpunkt: zwischen zwölf und 14 Euro das Stück. Alle Erlöse gehen in die Vereinskasse. Am zweiten Advent bleiben außer der Remise alle anderen Angebote des Vereins geschlossen.

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