Keine Tore im Testspiel - Neue Helmstedter
20. November 2020
Sport

Keine Tore im Testspiel

Wölfe treten beim Zweitligisten Hannover 96 an und müssen sich mit Remis zufrieden geben

Der Brasilianer William (links) durfte in seinem ersten Spiel nach dem Kreuzbandriss sogar mit der Wolfsburger Kapitänsbinde auflaufen. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg (jne). Zahlreiche Leistungsträger waren auf Länderspiel-Reisen – Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg übte derweil zur Überbrückung der Pause in der Nachbarschaft: Die Wölfe traten in einem Testspiel beim Zweitligisten Hannover 96 an und mussten sich in der Landeshauptstadt mit einem torlosen Remis zufrieden geben.

Dennoch fiel das Resümee von VfL-Chefcoach Oliver Glasner durchaus positiv aus. „Ich bin zufrieden, die Mannschaft hat über weite Strecken sehr gut gespielt und speziell in der ersten Halbzeit viele gute Situationen kreiert. Sicherlich hätten wir auch das eine oder andere Tor erzielen können, aber ich habe viel Positives gesehen“, konstatierte Glasner.

„Und was alles überstrahlt, sind ohnehin die Comebacks von Kevin Mbabu und William, die nach monatelanger Pause beide 90 Minuten durchspielen konnten. Das freut mich besonders. Insofern war das ein sehr gelungener Test“, fügte Wolfsburgs Trainer an. Die beiden Rechtsverteidiger meldeten sich nach langen Verletzungspausen wieder zurück, der Brasilianer William durfte in seinem ersten Spiel nach dem Kreuzbandriss sogar mit der Kapitänsbinde auflaufen.

Gerade im ersten Durchgang waren die Wölfe das klar bessere Team und besaßen durch Omar Marmoush (7.) und Joao Victor (25.) zwei gute Chancen zur Führung. Zu Beginn der zweiten Hälfte scheiterte erneut Marmoush (47., 51.) gleich zweimal aus spitzem Winkel, ehe die Partie in der Folgezeit vor sich dahinplätscherte. Bis Hannovers Valmir Sulajmani per Kopf nur den Pfosten (77.) traf. Da auf der anderen Seite ein Schuss von Felix Klaus (86.) an die Latte klatschte, stand es am Ende auch nach Aluminiumtreffern unentschieden.

Doppelten Grund zur Freude hatte währenddessen VfL-Neuzugang Ridle Baku: Der erst im Oktober aus Mainz verpflichtete Rechtsverteidiger feierte beim 1:0 (1:0)-Testspielerfolg gegen Tschechien sein Debüt im Dress der deutschen Nationalmannschaft. In Leipzig lief der 22-Jährige im 3-4-3-System über die volle Spielzeit auf und war zudem am Siegtreffer durch Luca Waldschmidt (13.) maßgeblich beteiligt.

Anschließend kehrte Baku zum U21-Nationalteam zurück – und qualifizierte sich mit der Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz als Gruppenerster für die Europameisterschaften. In Braunschweig feierte Deutschland einen 2:1-Erfolg gegen Wales, und Baku holte gleich zwei Foulstrafstöße für das DFB-Team heraus.

Den ersten verwandelte der Ex-Wolfsburger Lukas Nmecha (16.) zur 1:0-Führung, den zweiten vergab er nur fünf Minuten später. Und Baku war nicht der einzige Neu-Nationalspieler in Reihen der Wölfe in dieser Woche: Innenverteidiger Marin Pongracic durfte sich über seinen ersten Einsatz für die kroatische Auswahl freuen – beim 3:3-Unentschieden in der Türkei. Dort hatte Josip Brekalo per Kopf zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung der Kroaten getroffen.

Wieder um Zählbares in der Fußball-Bundesliga geht es für den noch ungeschlagenen Tabellensechsten aus Wolfsburg am Samstag: Von 15.30 Uhr an tritt der VfL beim sieglosen FC Schalke 04 an, der seinen Negativlauf endlich stoppen will.

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