Wölfe machen Sprung in Tabelle - Neue Helmstedter
14. November 2020
Sport

Wölfe machen Sprung in Tabelle

Die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg fahren 2:1-Sieg gegen TSG 1899 Hoffenheim ein

VfL Wolfsburg-Star Renato Steffen (vorne) setzt sich gegen Florian Grillitsch (TSG Hoffenheim) durch. Foto: Simka/regios24

Wolfsburg. Von 11 auf 6! Mit einem wichtigen 2:1 (2:0)-Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim verabschiedeten sich die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg in die Länderspielpause und machten in der Tabelle gleich einen Satz um fünf Plätze.

Ihre nächste Chance, das Punktekonto weiter aufzubessern, bekommen die Wölfe am Samstag, 21. November (15.30 Uhr), wenn sie beim Tabellenvorletzten FC Schalke 04 zu Gast sind.

„Das war heute ein sehr wichtiger Sieg gegen eine gute Hoffenheimer Mannschaft. Wir haben über weitere Strecken eine gute Leistung gezeigt“, konstatierte VfL-Cheftrainer Oliver Glasner und schob nach: „In der ersten Halbzeit haben wir zwei wunderbare Tore erzielt und hatten Spielkontrolle. In der zweiten Halbzeit standen wir weiter hinten, hatten aber bis zur 75. Minute alles im Griff. Mit unserem vergebenen Elfmeter und dem Anschlusstreffer wurde es plötzlich spannend und hektisch. Da haben alle gezittert.“
Vor allem in der Nachspielzeit, als Maximilian Arnold im Strafraum den Ball an die Hand bekam und Schiedsrichter Sven Jablonski (Bremen) vollkommen zu Recht auf den Elfmeterpunkt zeigte.

Hoffenheims Munas Dabbur trat zum Strafstoß an, doch VfL-Keeper Koen Casteels flog in die richtige Ecke, wehrte den nicht einmal schlecht geschossenen Ball ab und hielt so den „Dreier“ für die Gastgeber fest. „Insgesamt haben wir mit der Leistung, die wir heute gezeigt haben, den Heimsieg absolut verdient“, meinte VfL-Coach Glasner.

Nicht nur die Schlussphase in der Volkswagen-Arena war turbulent, es ging auch gleich furios los vor leeren Rängen. Nach einem sehenswerten Konter bediente Neuzugang Maximilian Philipp Flügelflitzer Renato Steffen, der überlegt abschloss – die 1:0-Führung nach gerade einmal fünf Minuten.

Und auch wenn es in der Folgezeit zerfahren weiter ging, hatten die Wölfe alles im Griff – und durften in Minute 26 das zweite Mal jubeln. Torjäger Wout Weghorst erhöhte im Nachschuss auf 2:0 für die Hausherren. Da Ishak Belfodil (39.) das VfL-Gehäuse knapp verfehlte, blieb es bis zum Seitenwechsel bei diesem Spielstand.

Im zweiten Durchgang machten die Gäste dort weiter, wo sie aufgehört hatten, und verpassten durch Florian Grillitsch (48.) nur knapp den schnellen Anschlusstreffer. Mit einer starken Parade gegen Dabbur (72.) vereitelte Casteels erneut das 1:2. Auf der Gegenseite bot sich Weghorst in Minute 84 dann die Riesenchance zur Entscheidung. Nach einem Foulspiel an Xaver Schlager gab es Strafstoß, doch der Mittelstürmer der Wölfe setzte das Leder neben den Kasten.

Und wurde es eben noch einmal zu einer Zitterpartie für die Grün-Weißen, nachdem Sargis Adamyan nach einem kapitalen Schnitzer von John Anthony Brooks in der 87. Minute auf 1:2 verkürzt hatte. Doch letztlich durften sich die Wolfsburger bei Koen Casteels bedanken, der den Sieg in der Nachspielzeit festhielt und den Sprung von Platz 11 auf 6 so möglich machte.

90 Minuten nach dem Abpfiff in der Volkswagen-Arena gab es für die Wölfe die nächste gute Nachricht: In der zweiten Runde des DFB-Pokals (22./23. Dezember) haben sie Heimrecht und erwarten den Zweitligisten SV Sandhausen – durchaus eine lösbare Aufgabe für das Team um Neuzugang Ridle Baku, der kurzfristig zudem für die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft nominiert wurde.

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