Hauptdarsteller für Filmprojekt gesucht - Neue Helmstedter
14. November 2020
Menschen

Hauptdarsteller für Filmprojekt gesucht

Verein Grenzenlos und Gemeinde Hohe Börde drehen Familienfilm mit Grenzgenerationen

Die Filmemacher suchen Hauptdarsteller für einen Streifen über die Sichtweise verschiedener Generationen von „Grenzfamilien“. Foto: Erik Beyen

Helmstedt. Steffi Trittel, Bürgermeisterin der Gemeinde Hohe Börde, Henning Konrad Otto vom Helmstedter Verein Grenzenlos, Michael Schmidt vom Amtshof Eicklingen und Thomas Huber vom Büro für Soziokultur in Schwäbisch-Hall sind auf der Suche nach Hauptdarstellern für einen Film über die ehemalige deutsch-deutsche Grenze.

Es geht um Familien, zwei, idealerweise drei Generationen, die miteinander ins Gespräch kommen sollen. Der geplante Film ist ein Projekt des Vereins Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V. und der Gemeinde Hohe Börde in Sachsen-Anhalt. Dieses wird zum großen Teil mit Geldern aus dem europäischen Leaderprogramm finanziert. 68 000 Euro wird der Streifen am Ende kosten. Bei einem Pressetermin im „Grenzort“ Harbke erklärten die Projektmacher, was sie konkret vorhaben.

„Was hat die Teilung Deutschlands für die verschiedenen Generationen eigentlich bedeutet“, fragt Henning Konrad Otto. Dieser Frage sollen die Protagonisten des Films nachgehen: Familien aus der Grenzregion hüben wie drüben. „Wir wünschen uns Familien mit drei Generationen“, so Thomas Huber, sprich: eine Generation, die die Teilung miterlebt hat, eine, die in die Teilung hineingeboren wurde und die nächste Generation, die im vereinten Deutschland groß geworden ist. Zusammen sollen sich die Familien auf Spurensuche begeben, denn im Ergebnis könnte sich zeigen, was von der einstigen Grenze zwischen den Staaten und den Menschen noch geblieben ist.

Wie aber wird aus den vielen Familiengeschichten ein Film? Dafür hat sich Huber Profis ins Boot geholt. Tatsächlich sollen die Familien sozusagen ihre eigene Geschichte mit der Kamera festhalten, wobei ihnen der Regisseur David Ruf und der Schauspieler David Steffen helfen.

In zwei Workshops, jeweils einer pro „Seite“, bekommen sie das Rüstzeug für den Filmdreh, wobei Corona die örtlichen Rahmenbedingungen diktiert. Im Zweifel sei man auch auf ein kontaktloses Arbeiten vorbereitet, sprich online. „Wir können uns vorstellen, den Familien digitale Aufnahmegeräte zur Verfügung zu stellen“, so Huber.

Wer also Lust hat, Teil eines spannenden Filmprojekts zu werden, darf sich beim Verein Grenzenlos, angesiedelt bei der Stadt Helmstedt, melden. Anja Nitschke und Beate Ziehres nehmen Anfragen und Anmeldungen per E-Mail an anja.nitschke@stadt-helmstedt.de oder beate.ziehres@stadt-helmstedt.de entgegen. Ein erster Infoabend für beteiligte Familien ist am 28. Januar 2021 im Roxy Lichtspielhaus geplant.

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