25. Oktober 2020
Sport

Dirk Jäger: „So eine Perle kann man in der Region suchen“

Grasleben hat jetzt ein Minispielfeld und ergänzt damit ein einzigartiges Freizeit- und Sportangebot – Zur Eröffnung waren Roy Präger und Holger Ballwanz gekommen

Grasleben hat nun ein Minispielfeld als Ergänzung des Sport- und Freizeitangebotes. Fotos (2): Erik Beyen

Grasleben. Nichts los in Grasleben? Das ist völliger Quatsch, denn dieser Tage eröffnete die Gemeinde ein neues Minispielfeld, sozusagen eine kleine Arena, in der eigentlich alles an Sport getrieben werden kann, was den Menschen Spaß macht. Das Spielfeld wird vom TSV Grasleben betreut, denn auf dessen Gelände ist es auch errichtet.

Doch die unmittelbare Nachbarschaft zum Freizeitbad, zur Lappwaldhalle, dem Sportplatz des TSV sowie der Skateranlage macht deutlich: Diese Anlage soll allen Menschen zur Verfügung stehen.
Zur Eröffnung waren die VfL-Recken Roy Präger und Holger Ballwanz gekommen, um mit der C-Jugend des TSV in der Miniarena eine Fußball-Trainingseinheit zu absolvieren. Das Minispielfeld ist ein Projekt im Rahmen des europäischen Leader-Förderprogramms.

Darum waren auch Vertreter der lokalen Aktionsgruppe „Das grüne Band im Landkreis Helmstedt“ zur Eröffnung gekommen. Die Samtgemeinde Grasleben als Teil der Region „Das Grüne Band im Landkreis Helmstedt“ hat bereits mehrfach vom Programm profitiert. Der Sprecher der lokalen Aktionsgruppe Henry Bäsecke nannte in seiner kurzen Ansprache einige Projekte, etwa die Minihotels auf dem Campingplatz in Mariental, den barrierefreien Umbau der sanitären Anlagen im Dorfgemeinschaftshaus Rottorf und nun das Minispielfeld in Grasleben: „Wir konnten in Kooperation mit den Regionalmanagement (HRM) weitere Fördermittel erhalten“, so Bäseke.

Insgesamt seien 3,5 Millionen Euro in verschiedene Projekte in den Kommunen entlang des Grünen Bandes geflossen, rund 2,4 Millionen allein aus dem Leadertopf. 140 000 Euro hat das Minispielfeld gekostet. „Ohne Leader hätten wir das jetzt nicht“, erklärte Graslebens Gemeindedirektor Gero Janze. Und der Vorsitzende des TSV Grasleben lobte: „So eine Perle kann man in der Region suchen.“

Tatsächlich soll das Spielfeld im Sommer zunächst den Gästen des Freizeitbades zur Verfügung stehen. Allerdings darf sich jeder, der es nutzen möchte, beim TSV melden, denn dort wird es „verwaltet“. „Wir erarbeiten gerade eine separate Internetseite für das Spielfeld“, so Dirk Jäger, dem das zusätzliche Angebot zur rechten Zeit kommt, denn sein Verein baut gerade die eigene Fußballjugend wieder auf. „Ich finde es besser, wenn sich in einer Spielklasse verschiedene Vereine messen und nicht JSG I gegen JSG II oder III“, sagte er den Gästen der Eröffnung.

Keine Frage, er meint das ernst, denn am Eröffnungstag trainierte die neu gegründete C-Jugend unter ihrem Trainer Rosario Monnello in der Arena, diesmal unter Leitung der beiden Gäste vom VfL Wolfsburg. Apropos: Präger und Ballwanz erfüllten Gero Janze einen viele Jahre gehegten Wunsch: Sie setzten ihr Autogramm auf jenes Trikot, das Janze als Fan trug, als der VfL in die erste Bundesliga aufstieg.

Der ehemalige VfL Wolfsburg-Spieler Roy Präger (rechts) erfüllte Gero Janze (links) einen viele Jahre gehegten Wunsch: Er setzte sein Autogramm auf jenes grüne Trikot.

Das nächste große Projekt in Grasleben ist die Sanierung der sanitären Anlagen im Freizeitbad sowie die Installation einer Wassererwärmung für das Schwimmbecken. Dafür sind 1,6 Millionen Euro an Bundeszuschüssen zugesagt, aber: „Die Umsetzung der Förderung ist eine Katastrophe und an Bürokratie nicht zu überbieten“, kritisiert Gero Janze. Gleichwohl freue man sich über die Hilfe, ohne die das Projekt nicht realisierbar wäre.

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