Professor sammelt Material zum Fliegerhorst - Neue Helmstedter
1. Oktober 2020
Menschen

Professor sammelt Material zum Fliegerhorst

Dietrich Hummel will einen Überblick zur Geschichte des Flugplatzes Mariental schaffen

Autor Dietrich Hummel (links) und Dieter Heitefuß, Vorsitzender des Braunschweiger Landesvereins, präsentieren das Buch "Der Flugplatz Braunschweig-Broitzem 1915 - 1945". Foto: Karsten Mentasti

Von Erik Beyen

Mariental Horst. Eben erst hat er ein Buch über den Flugplatz Broitzem veröffentlicht, nun will Dietrich Hummel sich an die Geschichte des Fliegerhorsts Mariental wagen, konkret: Er will sie sozusagen komplettieren, denn: „Die Recherchen haben ergeben, dass vom Kernbereich des Fliegerhorstes die wesentlichen Bilddokumente fehlen“, sagt er.

Zwar sei kein Buch dazu in Arbeit, gleichwohl wolle er einen möglichst vollständigen Überblick über die Luftfahrtgeschichte des Fliegerhorsts Helmstedt Mariental, so war seinerzeit die Bezeichnung, gewinnen. „In welcher Form das Ergebnis für die Nachwelt festgehalten werden kann, ist völlig offen.“
Dietrich Hummel ist ein wahrer Luftfahrtexperte. Vom Fliegerhorst in Mariental etwa hätten an Wochenenden die Segelflieger aufsteigen dürfen. „Damals kam der Windenzug auf, so konnte man dort die B-Prüfung absolvieren.“ Einiges Material habe er schon gesammelt. Dazu gehöre die Festschrift der Gemeinde Mariental „50 Jahre Mariental, 850 Jahre Kloster Mariental 1138 – 1988“. Vom Stadtarchiv Helmstedt hat er demnach ein Typoskript zur Entstehung des Fliegerhorstes bekommen, und der ehemalige Heimatpfleger von Mariental, Dieter Trapp, hat ihm offenbar Fotos von den Gebäuden des Fliegerhorstes überlassen. Doch tatsächlich fehlen Bilder etwa von den Flugzeughallen. Darum fragt er nun öffentlich: „Wer hat eventuell noch Bildmaterial vom Fliegerhorst in Mariental?“ Dabei will der Professor die Bilder nicht behalten und auch keine persönlichen Informationen aus der Vergangenheit erschnüffeln, im Gegenteil: „Nein, mir geht es tatsächlich um die reinen Fakten. Bilder, die interessant sind, würde ich scannen und alle Originale zurückgeben, das versteht sich von selbst“, erklärte Hummel. Eines aber sei ihm wichtig: „Ich würde den Menschen dann raten, das Material nicht zu vernichten, sondern es dem Stadtarchiv zur Aufbewahrung zu überlassen.“

Wer Material besitzt, kann sich via Mail mit dem Historiker und Autoren in Verbindung setzen: Dietrich.Hummel@t-online.de.

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