Der erste „Dreier“ soll her - Neue Helmstedter
1. Oktober 2020
Sport

Der erste „Dreier“ soll her

Nach dem zweiten Remis der Bundesliga-Saison will der VfL Wolfsburg am Sonntag siegen

Josip Brekalo (rechts), hier im Zweikampf mit einem Freiburger, sicherte seinen Wolfsburgern per Freistoß zumindest einen Punkt. Foto: Darius Simkaregios24

Von Jens Neumann

Wolfsburg. Sie sind ungeschlagen nach zwei Spielen. Aber sie sind eben auch noch sieglos. Die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg sind mit zwei Unentschieden in die Saison 2020/2021 gestartet.

Eine Woche nach der Nullnummer im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen erkämpften sich die „Wölfe“ ein 1:1 (1:1)-Remis beim SC Freiburg.
Im Vergleich zum 2:0-Sieg in der Europa-League-Qualifikation über den ukrainischen Vertreter Desna Tschernihiw hatte VfL-Cheftrainer Oliver Glasner im Breisgau seine Startformation gleich auf acht Positionen verändert. Einer der Neuen: Keeper Pavao Pervan, der Koen Casteels, der sich nach dem Aufwärmen mit Knieproblemen abgemeldet hatte, in der Startelf vertrat.

Und bereits nach elf Minuten musste Pervan zum ersten Mal hinter sich greifen: Nils Petersen war nach einem Eckball mit dem Kopf zur Stelle und brachte die Freiburger in Führung. In der Folgezeit musste der VfL-Schlussmann hellwach sein, denn der SC drückte die „Wölfe“ mehr und mehr in die eigene Hälfte. So überraschend das 1:0 für die Breisgauer gefallen war, so unerwartet glichen die Gäste dann noch vor der Pause aus: Josip Brekalo traf mit einem wuchtigen, abgefälschten Freistoß von der Strafraumgrenze zum 1:1 (42.).

Bei diesem Spielstand blieb es letztlich auch bis zum Abpfiff – dank einer Glanztat von Pervan. Der Österreicher zwischen den VfL-Pfosten lenkte einen Distanzschuss von Freiburgs Neuzugang Baptiste Santamaria gerade noch an den Innenpfosten (64.). „In der zweiten Halbzeit hatten wir 20 bis 25 Minuten große Probleme, als Freiburg viel Druck gemacht hat. Bei zwei, drei Aktionen hatten wir mit Pavao Pervan einen starken Rückhalt, außerdem hat uns der Pfosten geholfen“, sagte VfL-Coach Glasner: „Ich bin sehr zufrieden, mit welcher starken Mentalität die Mannschaft um den Punkt gekämpft hat.“
Diese Mentalität müssen die „Wölfe“, die am Donnerstag in der Playoff-Runde der Europa League bei AEK Athen um den Einzug in die Gruppenphase kämpften (bei Redaktionsschluss nicht beendet), auch am Sonntag beweisen, wenn sie den ersten Saisonsieg feiern wollen: Mit dem FC Augsburg ist dann von 15.30 Uhr an in der Volkswagen-Arena das Überraschungsteam der ersten beiden Spieltage zu Gast.

Die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich startete nämlich mit zwei Siegen in die neue Saison. Zum Auftakt feierten die Fuggerstädter einen 3:1-Auswärtserfolg beim 1. FC Union Berlin. Und zuletzt gab es einen unerwarteten 2:0-Heimsieg gegen Borussia Dortmund, an dem zwei „Ex-Wölfe“ maßgeblichen Anteil hatten. Routinier Daniel Caligiuri bereitete das 1:0 durch Innenverteidiger Felix Uduokhai per Freistoß vor und legte neun Minuten nach Wiederanpfiff das zweite Tor der effizienten Augsburger selbst nach.

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