Hammerprogramm für die „Wölfe“ - Neue Helmstedter
12. September 2020
Sport

Hammerprogramm für die „Wölfe“

Pokalspiel, Europa-League-Start und Bundesliga-Auftakt warten in einer Woche auf den VfL

Koen Casteels (rechts), die Nummer 1 des VfL Wolfsburg, sollte trotz der Verletzung, die er sich in seinem Länderspieldebüt zuzog, im ersten Pflichtspiel der neuen Saison im Pokal gegen Union Fürstenwalde spielen können. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg (jne). Auf diesen Moment hatte Koen Casteels lange warten müssen: Oft genug schon hatte die Nummer 1 des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg im Kader belgischen Nationalmannschaft gestanden – und war ohne Einsatz geblieben.

Nun feierte der 28-jährige Schlussmann endlich sein Länderspieldebüt, stand in der Nations League beim 5:1-Kantersieg Belgiens gegen Island zwischen den Pfosten. Es war ein Debüt, das er sich mit Sicherheit anders vorgestellt hatte.

Denn die Freude über seinen ersten Einsatz für die „Roten Teufel“ dauerte nur 55 Minuten. Dann musste VfL-Keeper Koen Casteels nach einem Luftkampf mit dem Isländer Jon Fjoluson, dessen Hand den Kopf des VfL-Schlussmanns unglücklich getroffen hatte, angeschlagen für Simon Mignolet raus.

Nationaltrainer Roberto Martínez wechselte die Nummer 1 der „Wölfe“ aus – eine Vorsichtsmaßnahme.
Einen großen Auftritt auf internationaler Bühne hatte auch Josip Brekalo: Der 22-jährige Außenbahnspieler wurde in der Nations-League-Partie von Kroatien in Frankreich als „Joker“ zur Pause eingewechselt – und stach prompt! Mit einem Flachschuss traf der VfL-Mittelfeldmann zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich in der 55. Minute.

Am Ende stand jedoch eine 2:4-Niederlage für die Kroaten zu Buche, da der Leipziger Dayot Upamecano (65.) und Olivier Giroud (77., Handelfmeter) die „Equipe Tricolore“ zum Dreier schossen.

Die internationalen Aufgaben waren gestern – heute geht es mit einer nationalen Pflichtaufgabe weiter für die „Wölfe“, auf die in der nächsten Woche ein wahres Hammerprogramm wartet: Samstag Pokalspiel gegen Regionalligist Union Fürstenwalde (15.30 Uhr, AOK-Stadion), am Donnerstag darauf der Europa-League-Start in Albanien und drei Tage später der Bundesliga-Auftakt gegen Bayer in der Volkswagen-Arena.

„Ich habe Respekt vor den vielen Spielen gleich zu Beginn, aber auch keine schlaflosen Nächste deswegen. Allerdings finde ich es sehr wichtig, dass wir dieses Pensum nicht als Last ansehen, sondern als Herausforderung. Wenn wir mit einem positiven Gefühl reingehen, dann werden wir das Ganze auch gut absolvieren, davon bin ich überzeugt“, meinte VfL-Cheftrainer Oliver Glasner, der auf Kevin Mbabu (Bänderverletzung) und Jerome Roussillon verzichten wird, der die ganze Woche nicht trainieren konnte.

Das Pokalspiel gegen Regionalligist FSV Union Fürstenwalde, der vom Ex-Wolfsburger Matthias Maucksch gecoacht wird, nimmt Glasner auf jeden Fall „sehr ernst“, auch wenn die Nationalspieler eine Pause bekommen könnten. „Die Pokalgesetze, wie man sie kennt, gibt es in diesem Fall zwar nicht. Aber so ist es nun einmal momentan. Natürlich ist es unser klares Ziel, eine Runde weiterzukommen. Beginnend mit Samstag wollen wir in jeder Partie unsere Leistung abrufen, um weiter als Mannschaft zusammenzuwachsen“, erklärte Glasner.

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