VfL-Frauen greifen nach „Triple“ - Neue Helmstedter
29. August 2020
Sport

VfL-Frauen greifen nach „Triple“

Im Finale der Champions League treffen die „Wölfinnen“ auf Rekordsieger Olympique Lyon

Die „Wölfinnen“ wollen sich zum dritten Mal die europäische Krone aufsetzen – und damit zugleich nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals das „Triple“ perfekt machen. Foto: Simka/regios24

Wolfsburg (jne). Aller guten Dinge sind drei! Die Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg wollen sich zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte die europäische Krone aufsetzen – und damit zugleich nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals das „Triple“ perfekt machen.

Im Finale der Champions League treffen die „Wölfinnen“ am Sonntag (20 Uhr) im Estadio de Anoeta von San Sebastian einmal mehr auf Rekordsieger Olympique Lyon, der die letzten beiden Finalduelle gegen die Grün-Weißen für sich entschieden hat. „Es ist unbeschreiblich, das war unser großes Ziel“, erklärte Innenverteidigerin Kathrin Hendrich nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg im Halbfinale gegen den FC Barcelona in San Sebastian.

Das goldene Tor in einer engen, intensiven Partie erzielte Fridolina Rolfö in der 58. Minute. „Ich bin sehr froh, dass wir es geschafft haben. Es war kein einfaches Spiel“, befand die Schwedin, die nach einem Fallrückzieher von Ewa Pajor zur Stelle war und zur 1:0-Führung abstaubte.

Doch der Reihe nach: Die „Wölfinnen“ begannen nervös, fanden erst Mitte der ersten Halbzeit so langsam zu ihrem Spiel. Die beste Chance in Durchgang 1 besaß dennoch der FC Barcelona: In der 41. Minute tauchte die Ex-Wolfsburgerin Caroline Hansen frei vor VfL-Torhüterin Friederike Abt auf und verpasste nur um Haaresbreite.

Die zweite Hälfte begann mit einem Beinahe-Eigentor des FC Barcelona (50.) und einer wiederum großen Chance von Hansen (51.). Es war weiter ein Spiel auf Augenhöhe, das nicht immer von hochklassigen Aktionen, wohl aber von der Spannung lebte.

Und dann fiel das erlösende Tor durch Fridolina Rolfö (58.). In der Folgezeit ergriffen die Spanierinnen die Initiative: Asisat Oshoala (61.) köpfte nur knapp vorbei, vier Minuten später zielte Mariona Caldentey freistehend drüber.

Und auch in der 74. Minute lag der Ausgleich in der Luft, doch Jennifer Hermoso traf den Ball nicht voll. Auf der Gegenseite verpasste Top-Torjägerin Pernille Harder (79.) die Vorentscheidung nach einem Konter, so dass es bis zum Abpfiff eine Zitterpartie blieb.

„Der FC Barcelona hat sehr gut gespielt, uns sehr ins Laufen gebracht und kam zu vielen Torchancen, die wir so nicht zulassen wollten. Aber unsere Mannschaft hat auch wieder einmal gezeigt, was in ihr steckt.

Heute hat sie sich durch einen großen Kampf ausgezeichnet. Die Spielerinnen haben viel Leidenschaft und Willen gezeigt und sich so den Finaleinzug erarbeitet – mit dem nötigen Glück“, sagte VfL-Cheftrainer Stephan Lerch.

Das nötige Glück benötigen die „Wölfinnen“ nun auch am Sonntag im Finale gegen Olympique Lyon. Das Starensemble um Mittelfeldregisseurin Dzsenifer Maroszan ist jedenfalls der große Favorit in San Sebastian.

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