22. August 2020
Freizeit

Mit viel Schwung und Zuversicht

Nach sechs Monaten Pause findet erstmals wieder ein Flohmarkt im Markgrafschen Hof statt

Der Vorstand des Markgrafschen Hofes hatte bei der Sichtung der kleinen Videobotschaften eine Menge Spaß. Foto: Erik Beyen

Grasleben (eb). Mit einem Flohmarkt unter Coronaauflagen startet der Museumsverein Grasleben, der Markgrafsche Hof, Museum Grasleben e.V., am 6. September um 11 Uhr nach sechs Monaten Pause wieder durch.

„Es war eine schmerzliche Pause“, erklärt die erste Vorsitzende Gabriele Lohrengel in einem Telefonat. Auch die Kaffeestube öffnet wieder, allerdings versetzt am 13. September von 14 bis 17 Uhr. Trotz erzwungenem Lockdown war der Verein aktiv.

Mit kleinen Videobotschaften macht der Verein auf seinem Kanal bei Youtube aufmerksam. „Uns war wichtig, dass die Menschen trotz der durch die Coronapandemie erzwungenen Schließung nicht auf ihr Museum in Grasleben verzichten müssen“, heißt es aus dem Vorstand. Und so hat jedes Vorstandsmitglied eine kurze Sequenz aus seinem Gebiet gedreht, von der Trödelstube über die Kaffeestube bis hin zum Bereich der Sonderausstellung – wer sich über Neuigkeiten vom Museumshof informieren will, schaut Videos an.

Wenn der Verein am 6. September zum ersten Flohmarkt bittet, dann gelten besondere Bedingungen: „Wir müssen eine Wegeführung auf dem Boden auftragen und einen Euro Eintritt nehmen“, bringt Gabriele Lohrengel zwei Regeln auf den Punkt. Der Eintritt dient zur Zählung der Gäste. Die Wegeführung hilft, Begegnungen und zu lange Aufenthalt zu vermeiden, dies zusätzlich zur generellen Maskenpflicht. Verhandelt wird übrigens nicht um einzelne Gegenstände, sondern um Beutel mit Inhalt. So werden im Sinne des Infektionsschutzes unnötige Kontakte vermieden.

Die Öffnung der Kaffeestube am 13. September bezeichnet Gabriele Lohrengel als Probelauf, denn auch für den Betrieb der beliebten Stube, im Stile alter Tage eingerichtet, gelten besondere Regeln. Jeder Besucher muss seine Kontaktdaten hinterlassen, „… die wir aber unter strengem Verschluss halten und nach drei Wochen vernichten“, so Lohrengel.

Nach einem Zeitfenster von 45 Minuten müsse der Raum einmal gelüftet sowie Tische, Stühle und alle relevanten Bereiche desinfiziert werden. Trotzdem: „Wir freuen uns, dass wir starten dürfen und tun das mit ganz viel Schwung und Zuversicht“, sprüht Gabriele Lohrengel vor Tatendrang.

Apropos: Die Pandemie hat den Verein unter Druck gesetzt, und das zu einer Zeit, in der Vorstand und Mitglieder viel vor der Brust haben. Der Innenhof des Salzhauses soll barrierefrei werden. 140 000 Euro kostet das. 100 000 Euro werden wohl über das Leader-Programm gefördert, 40 000 Euro muss der Verein aufbringen und grundsätzlich in Vorleistung gehen, bevor Fördergelder fließen.

Doch auch die laufenden Kosten muss der Verein erwirtschaften. „Für den Hof liegen diese zwischen 5 500 und 6 000 Euro pro Jahr. Etwa 2 000 Euro decken die Mitgliedsbeiträge“, erklärt Kassenwart Marcel Luckstein unlängst. Unterstützer seien sehr wichtig, schiebt die erste Vorsitzende hinterher.

Infos, auch zu den Videos auf Facebook und Youtube, gibt es im Internet unter www.museumgrasleben.de.

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