Europa League: Wölfe reisen in die Ukraine - Neue Helmstedter
1. August 2020
Sport

Europa League: Wölfe reisen in die Ukraine

Der VfL Wolfsburg bestreitet am Mittwoch sein Achtelfinal-Rückspiel gegen Schachtar Donezk

Marcel Tisserand (Zweiter von rechts), hier beim Auftakttraining des VfL am vergangenen Samstag, könnte gegen Donezk in die Startelf rücken. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg (das). Die Wölfe befinden sich wieder im Wettkampfmodus! Am Mittwoch (18.55 Uhr) bestreitet der Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg sein Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League beim ukrainischen Vertreter Schachtar Donezk – und muss dabei einen 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen.

Die Partie hätte aufgrund des Ost-Ukraine-Konflikts eigentlich im 300 Kilometer entfernten Charkiw stattfinden sollen, nun hat sich die UEFA aber für das 70 000 Zuschauer fassende Olympiastadion in Kiew entschieden, das aufgrund der Corona-Pandemie – abgesehen von den Verantwortlichen beider Vereine – aber menschenleer bleiben wird.

Eine Entscheidung, mit der auch Jörg Schmadtke leben muss. Der VfL-Geschäftsführer hatte Mitte Juli seinen Unmut darüber geäußert, dass die Begegnung trotz der Einschätzung des Robert-Koch-Instituts, dass die Ukraine „aktuell kein Land“ sei, „wohin man eine Reise empfehlen würde“, in dem flächenmäßig zweitgrößten europäischen Land stattfinden soll.

Die Corona-Problematik hatten die Wölfe übrigens auch im eigenen Haus, schließlich wurde Kevin Mbabu nach seiner Rückkehr aus dem Frankreich-Urlaub beim ersten von zwei Tests positiv auf Covid-19 getestet. Zum Personal-Puzzle wird die anstehende Euro-League-Partie für Trainer Oliver Glasner deshalb, weil mit dem Brasilianer William (Reha nach Kreuzbandriss) auch der zweite etatmäßige Rechtsverteidiger ausfällt. „Es ist unglücklich“, sagt VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer, „wir haben aber einen gut und breit aufgestellten Kader, von daher werden wir das kompensieren.“ Möglich, dass der VfL-Coach Marcel Tisserand am Mittwochabend in die Startelf beordert.

Fehlen wird den Grün-Weißen in der Hauptstadt der Ukraine übrigens auch Renato Steffen, der sich im Hinspiel am 12. März seine dritte gelbe Karte im laufenden Wettbewerb einhandelte. Damals glich Innenverteidiger John Anthony Brooks die frühe Führung für Schachtar (16.) per Kopfballtreffer zum 1:1 aus, ehe Marcos Antonio ebenfalls per Kopf (73.) für Donezks Auswärtserfolg sorgte.

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