Die lauteste Pommesbude - Neue Helmstedter
25. Juli 2020
Menschen

Die lauteste Pommesbude

Mit ihrer mobilen DJ-Stage wollen André und Oli auf Festivals fahren

Aus einem spontanen Einfall zur Geschäftsidee: Die Jungunternehmer bauten eine Pommesbude zur mobilen DJ-Stage um. Fotos (2): Marcel Musiol Photography/Szene38

Von Jaquelin Ohk

Königslutter/Schöningen. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr: Die Event- und Veranstaltungsszene leidet unter den Einbußen durch die Corona-Krise.

Wo, wann und wie wieder Klein- und Großveranstaltungen stattfinden dürfen, ist nicht zu sagen. Doch es sind weniger die Locations, die leiden, sondern die Menschen dahinter. Es sind vor allem Klein- und Jungunternehmer, die sich mit ihrem Hobby oder ihrer Leidenschaft nebenbei ein Standbein aufgebaut haben. So auch die beiden Unternehmer André Bohlmann und Oli Kammler, die erfolgreich als DJs tätig sind: „Die Verluste sind echt enorm, staatliche Unterstützung bleibt aus. Alle unsere Auftritte und Gigs sind dahin. Deshalb mussten wir umdenken und über den Tellerrand hinausschauen. So sind wir schließlich auf unsere Pommesbude als mobile DJ-Stage gekommen.“

Doch die Ursprungsidee der lautesten Pommesbude Deutschlands hatte absolut nichts mit Corona zu tun. „Wir fahren regelmäßig aufs Festival – vor allem zum Sputnik Spreakbreak. Und wer kennt es nicht: Die Parties auf dem Zeltplatz stehlen so manchen eigentlichen Acts die Show. Wir gehören auch dazu – deshalb wollten wir etwas Mobiles, womit wir besser, lauter und noch mehr feiern können. Und eines Tages sind wir ganz spontan auf die Idee gekommen, einen Imbisswagen umzubauen und nach unseren Zwecken umzufunktionieren“, erzählt André. Der 30-Jährige ist seit 2007 als DJ tätig und stammt ursprünglich aus Königslutter.

Die Jungunternehmer André und Oli.

„Dann ging die Suche los. Wo bekommen wir eine solche Pommesbude her? Schließlich bot ein User auf eBay Kleinanzeigen unseren jetzigen Wagen zum Verkauf an. Wir konnten die Bude recht günstig schießen“, führt Oli, der bereits seit 2000 als DJ unterwegs ist, weiter aus. Der 31-Jährige stammt gebürtig aus Schöningen.

Der Innenausbau und Umbau des Imbisswagens dauerte knapp über einen Monat: Im April konnten die beiden die Pommesbude erstehen, am 25. Mai diesen Jahres wurde sie offiziell angemeldet. Da aus dem reinen Spaßfaktor nun doch eine Geschäftsidee mit Potenzial gesehen wurde, investierten die Jungunternehmer nun doch mehr in den Umbau.

Und schon jetzt erhalten die beiden Feedback und Anfragen. „Wir bekommen viele Anfragen: Restaurants, Sportvereine, Open-Air-Events und mehr. Sie alle haben Interesse, aber aufgrund der anhaltenden Corona-Maßnahmen dürfen keine solchen Events stattfinden“, so die beiden DJs. „Mit diesem Feedback könnte man fast behaupten, dass wir eine Marktlücke erwischt haben. Denn wenn man sich mal so umschaut, ist nichts Vergleichbares zu finden. Wir decken also ein breites Spektrum ab.“

Ein Interview mit André und Oli lesen Sie im Internet unter www.szene38.de.

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