Am Sonntag gibt’s den göttlichen Segen zum Mitnehmen - Neue Helmstedter
11. Juli 2020
Menschen

Am Sonntag gibt’s den göttlichen Segen zum Mitnehmen

Pfarrer erwarten Menschen vor den Kirchen

Pfarrer Wilfried Leonhardt, Pfarrer Kay-Michael Eckardt, Carina Vornkahl und die Pfarrerinnen Sabine Kesting, Werena Ahrens und Tanja Klettke (von links). Foto: Erik Beyen

Velpke. Es klingt wie Coffee to go, und so ähnlich ist das auch gedacht, was sich die Pfarrerinnen und Pfarrer der evangelischen Kirchen in Volkmarsdorf, Groß Twülpstedt und Velpke da ausgedacht haben. Tanja Klettke und Sabine Kesting, Kay-Michael Eckardt sowie Werena Anders und das Team aus Pfarrer Wilfried Leonhardt mit Carina Vornkahl spenden am Sonntag, 12. Juli, zwischen 15 und 17 Uhr den göttlichen Segen to go.

Doch was steckt hinter dieser Aktion? Gehen den Gemeinden die Kirchgänger aus? Die Antwort überrascht: „Wir haben mehr Menschen in den Gottesdiensten als vor dem Lockdown“, sagt Kay-Michael Eckardt.

Mit seiner Aussage untermauert der Pfarrer aus Groß Twülpstedt noch einen Satz, den er zuvor geprägt hat: „Was derzeit über die Kirche in Corona-Zeiten geschrieben steht, das trifft zumindest nicht auf die evangelischen Gemeinden in der Samtgemeinde Velpke zu.“ Also doch ganz schön was los bei den Kirchen, und vom Mitgliederschwund kann aus Sicht der Arbeiter Gottes in der Samtgemeinde Velpke keine Rede sein.

Trotzdem sind die Damen und Herren etwas verschnupft. Corona hat da nur bedingt Anteil, nämlich über die Presse, wie sie meinen. Es entstehe ein falsches Bild, denn die Pandemie habe die Kirche auf neue Wege gebracht, meint Tanja Klettke: „Wir tun Dinge, die wir uns vorher vielleicht nicht zugetraut hätten.“ Segen to go sei da nur ein Beispiel, und: „Ich bin sicher, dass der Bedarf vorhanden ist“, sagt Eckardt.

Das Datum für den Segen to go ist bewusst gewählt: der letzte Sonntag vor den Sommerferien. Mit Gottes Segen in den Urlaub, auch das ist eines der Angebote. Jeder, der den Wunsch hege, sich segnen zu lassen, sei gerne gesehen, so die drei Zweierteams.

Apropos: Segen to go ist kein Durchfahrtssegen. Ob im Zuge eines Spaziergangs, mit dem Rad oder im Auto: „Symbole haben eine große Kraft“, so Leonhardt. „Die Menschen wissen, was wir da tun, wenn wir den Segen durch das geschlossene Autofenster erteilen“, ist sich Tanja Klettke sicher. Alle, die kommen, erhalten ein Segensband, und: Jedes Team hat sich eine Besonderheit ausgedacht.

Wie die aussieht? Nun, da müssen die Menschen wohl alle drei Stationen anfahren, die Kirchen in Volkmarsdorf, Groß Twülpstedt und Velpke.

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