„Zu fehleranfällig“ - Neue Helmstedter
20. Juni 2020
Sport

„Zu fehleranfällig“

Wolfsburg spielt 2:2-Remis gegen SC Freiburg

Josuha Guilavogui (VfL Wolfsburg) kassierte seinen fünfte gelbe Karte und ist damit für die Partie „auf Schalke“ gesperrt. Foto: Alex Grimm/Getty images/rs24

Wolfsburg (jne). Verspielt der VfL noch Europa, geht ihm im Endspurt die Luft aus?

Nach dem 2:2-Remis gegen den SC Freiburg – trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung – und der 0:3 (0:2)-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach ist das Polster des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten zwei Spieltage vor dem Saisonende weg. Der Tabellensiebte aus Hoffenheim ist punktgleich, Freiburg lauert einen Zähler dahinter.

„Wir waren heute in beiden Richtungen zu fehleranfällig – das wurde eiskalt ausgenutzt. Deswegen geht der Sieg für Gladbach in Ordnung. Ich bin enttäuscht über unsere Leistung, weil wir das besser machen können“, konstatierte VfL-Chefcoach Oliver Glasner nach der Schlappe beim Tabellenfünften und richtete sogleich den Blick nach vorne: „Jetzt gilt es, das Ergebnis abzuschütteln und bis Samstag für die Partie beim FC Schalke die Köpfe wieder nach oben zu bekommen.“

Keine Frage – wollen die „Wölfe“ ihren sechsten Platz ins Ziel retten, müssen sie am heutigen Samstag (15.30 Uhr) die Negativserie der Schalker verlängern, bei denen sie zu Gast sind. Die personell arg gebeutelten „Königsblauen“ warten seit 14 Partien auf einen Sieg, unterlagen am Mittwoch 1:2 bei Eintracht Frankfurt und rutschten damit auf Rang 10 der Tabelle ab. Das einzige Positive aus Sicht von S04: Der Klassenerhalt ist längst perfekt.

Doch zurück zu den Wolfsburgern, die den Fokus auf sich selbst richten müssen. „Das war eine der schlechtesten Leistungen in dieser Saison“, brachte es Torjäger Wout Weghorst nach dem 0:3 in Gladbach auf den Punkt und bemängelte die Einstellung der Mannschaft. Er habe bei fast allen die „100-prozentige Leidenschaft vermisst“, die gegen so einen Gegner nötig ist.

Ärgerlich für die Wolfsburger: Kurz vor dem Schlusspfiff kassierte Josuha Guilavogui seinen fünfte gelbe Karte und ist damit am heutigen Samstag für die wichtige Partie „auf Schalke“ gesperrt. Damit fehlt den „Wölfen“ im Kampf um Europa eine weitere Alternative.

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