Volleyballer verzichten auf Aufstieg - Neue Helmstedter
25. April 2020
Sport

Volleyballer verzichten auf Aufstieg

Die Bornumer wollen die Saison nutzen, um sich als Team neu einzuspielen und zu festigen

Nachdem die Volleyballer des TV Bornum zweimal nacheinander aufgestiegen sind, möchten sie jetzt nichts erzwingen. Foto: regios24

Bornum. Leicht fiel ihnen diese Entscheidung nicht: Als Tabellenzweiter der Verbandsliga 3 hatten die Volleyballer des TV Bornum nach dem Abbruch der Saison in Folge der Sonderregelung zu den Auf- und Abstiegen durch den Nordwestdeutschen Volleyball-Verband (NWVV) das Angebot erhalten, in die Oberliga aufzusteigen. „Wir haben uns aber nach einer längeren Telefonkonferenz im Mannschaftskreis dagegen entschieden“, erklärte TVB-Teamsprecher Holger Klopschar.

„Wir haben das Für und Wider abgewogen und darüber gesprochen, was wir wollen. Nachdem wir zweimal nacheinander aufgestiegen sind, möchten wir jetzt nichts erzwingen“, betonte Klopschar. In der Oberliga antreten zu können, wäre zwar reizvoll gewesen. Wichtiger als der sofortige nächste Aufstieg sei aber, dass sich das Team festige und an der personellen Perspektive arbeite.

„Wir waren ja ohnehin mit der Zielsetzung des Klassenerhalts in die Verbandsliga gestartet und selbst davon überrascht, wie gut es für uns lief“, führte der Teamsprecher weiter aus. Nun gelte es aber, einen Schritt nach dem nächsten zu machen, um beispielsweise auch den jüngeren Spielern die sportliche Weiterentwicklung zu ermöglichen. „Jungs wie Aaron Futterschneider oder Max Schneider, der wegen einer Knieverletzung die gesamte Saison pausieren musste, haben natürlich in der Verbandsliga deutlich bessere Aussichten auf Spielzeit als in der Oberliga“, sagt Klopschar.

Die Spielpraxis sei nun mal der beste Weg, um sie voranzubringen. „Und sie sollen ihre Bewährungschancen auf jeden Fall erhalten.“

Doch nicht nur die Einbindung der jüngeren, sondern auch die der potenziellen Zugänge dürfte in der Verbandsliga leichter fallen. Bei drei Spielern, so Klopschar, sei er zuversichtlich, dass sie sich dem TVB zur neuen Saison anschließen. Auch die Gespräche mit einem Trainer seien vielversprechend verlaufen.

„Sie alle werden, wenn wir dann irgendwann wieder in die Halle dürfen, ein paar Probetrainings absolvieren – und dann wissen wir genau, ob es passt.“ Dann nicht mehr dabei sein werden Lennart Buda (ihn zog es beruflich in den Westen der Republik) und Jonas Futterschneider (Studium).

Ähnlich gespannt wie auf den Trainingsstart sind die TVB-Akteure übrigens auf die Staffeleinteilung. Da es durch die Sonderregelungen womöglich einige Verschiebungen und Staffeln geben wird, die mit Überhang spielen, „müssen wir uns überraschen lassen, wie viele und welche Teams letztlich in unserer Staffel sein werden“, so Klopschar.

Die beiden Gifhorner Oberliga-Absteiger sollten aber der Staffel 3 zugeordnet werden. „Das wäre fahrtechnisch ganz angenehm – und auch sportlich sehr reizvoll.“ Der MTV Gifhorn spielte vor etwas mehr als einem Jahr sogar noch in der Regionalliga, wurde inzwischen aber durchgereicht und kämpft mit personellen Problemen. Der MTV Gamsen scheint indes mit einer eingespielten Mannschaft ein starker Konkurrent für die Bornumer werden zu können.

Diese wollen die kommende Saison nutzen, um sich „als Team neu einzuspielen, zu festigen und dann wieder oben mitzuspielen“, sagt Klopschar. Und vielleicht klappt es dann ja sogar mit einem sportlich verdienten Aufstieg. „Wir wollen regulär aufsteigen, das jetzt wäre ja ein geschenkter Aufstieg gewesen“, schiebt Klopschar grinsend nach.

In der kommenden Saison eine Klasse höher spielen wird derweil nun doch Bornums zweite Mannschaft. Der ungeschlagene Tabellenführer der Bezirksklasse, der USC Braunschweig VI, verzichtete auf den Aufstieg. Die Bornumer Reserve darf damit sicher ab Herbst in der Bezirksliga starten.

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