Alter Schulweg soll saniert werden - Neue Helmstedter
22. März 2020
Politik

Alter Schulweg soll saniert werden

Plattenweg von Mariental Dorf nach Horst ist Umleitung für Busse

Der Linienbus fährt über diese kaputte Straße durch die Feldmark. Foto: Erik Beyen

Mariental. Selber habe er die Straße nicht mehr als Schulweg benutzt, sein Vater und sein Onkel aber. Martin Klein aus Mariental sorgt sich um den Zustand des alten Schulweges von Mariental Dorf nach Mariental Horst.

Das ist eine schmale Straße aus Betonplatten durch die Feldmark, nicht länger als gut 1,9 Kilometer. Zur Zeit wird sie mehr als üblich benutzt. Für die Linienbusse, die von Helmstedt nach Wolfsburg über Mariental und Grasleben fahren, gilt sie als offizielle Umleitungsstrecke, weil die Ortsdurchfahrt Mariental Horst im Bereich der Einmündung von der Bundesstraße 244 gründlich saniert wird und darum gesperrt ist. Doch ganz offensichtlich ist die Straße dafür nicht ausgelegt. Unsere Zeitung war mit Martin Klein, er ist auch Mitglied im Gemeinderat Mariental, vor Ort. „Wenn die Baumaßnahme durch ist, kann man diese Straße nicht mehr benutzen“, sagt er und ergänzt: „Ich hoffe mal, dass sie repariert wird.“ Die gute Nachricht vorweg: Sie wird repariert. Das geht aus einer Antwort der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel auf unsere Anfrage hervor. Dort ist man für die grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt Mariental-Horst zuständig, eine wichtige Verkehrsverbindung für LKW und viele Berufspendler.

Genau das ist auch ein Problem für die Busumleitung durch die Feldmark. Während LKW und auch die meisten Autofahrer artig den behördlich vorgegebenen Umweg über die „Rote Welle“ vorbei am Freizeitbad in Grasleben nutzen, kürzt mancher doch einfach über die kleine alte Schulstraße ab. Zumindest die Nummernschilder der Autos lassen auf Auswärtige schließen. „Das ist eigentlich ein Unding“, so Klein. Die alte Plattenstraße ist fast schon ein historisches Stück. Anfang der 60er Jahre, so erzählt Martin Klein, sei sie von der Gemeinde Mariental und den Landwirten gebaut worden. Acht waren sie zu jener Zeit in Mariental Dorf. „Mein Vater berichtete mir, dass die Landwirte je 3000 Mark beisteuern mussten. Das war damals richtig viel Geld.“ Die Straße besteht aus Betonplatten, jede vier Meter lang und drei Meter breit. Zwischen den Platten haben die Bauleute damals Dehnungsfugen gelassen. „Beton arbeitet“, kommentiert Klein. Eigentlich fahren hier nur Landmaschinen durch. Ansonsten ist die kleine Straße eine beliebte Strecke für Radler und Gassigänger. Das Alter sah man ihr durchaus an, doch jetzt brechen die Platten, Teile driften auseinander, sacken ab, neue Risse entstehen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der Weg auch für die großen Linienbusse unpassierbar wird, ganz abgesehen von den Gefahren für Radfahrer.

Die Landesbehörde in Wolfenbüttel kennt die Situation. Man befinde sich in Abstimmung mit der Gemeinde Mariental, der gehört die Straße nämlich. Nach Ende der Baumaßnahmen an der Ortsdurchfahrt soll auch die Plattenstraße erneuert werden, in Beton- oder Asphaltbauweise, heißt es. Fachbereichsleiter Heiko Lange bringt in diesem Zusammenhang die Beweissicherung ins Spiel, will heißen: Man wird den Zustand der Straße vorher und nachher vergleichen.

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