Weghorst fehlt gegen FC Augsburg - Neue Helmstedter
14. März 2020
Sport

Weghorst fehlt gegen FC Augsburg

Der Torjäger hat seine fünfte gelbe Karte gesehen und ist damit gesperrt

Marcel Tisserand und die „Wölfe“ wollen weiter dran bleiben an den internationalen Plätzen. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Das erste „Geisterspiel“ in der Europa League liegt hinter den „Wölfen“ – nun steht für die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg aufgrund des Coronavirus das erste Punktspiel ohne Zuschauer auf dem Programm. Die Mannen von Cheftrainer Oliver Glasner sind am Sonntag (18 Uhr) zu Gast beim FC Augsburg und wollen weiter dran bleiben an den internationalen Plätzen.

Allerdings müssen die Grün-Weißen die Aufgabe in der Fuggerstadt ohne ihren Torjäger lösen: Wout Weghorst, mit bislang elf Saisontreffern erfolgreichste VfL-Schütze, sah beim torlosen Remis gegen RB Leipzig elf Minuten vor dem Abpfiff seine fünfte gelbe Karte und ist damit gesperrt. Seinen verwaisten Platz im Sturmzentrum dürfte nun Daniel Ginczek einnehmen.

Die Wolfsburger sind seit nunmehr sechs Ligaspielen ungeschlagen und liegen nur einen Zähler hinter dem FC Schalke 04 zurück, der zuletzt offenkundig schwächelte. Auf der anderen Seite schloss die Konkurrenz von hinten auf, da die „Wölfe“ zweimal in Serie „nur“ unentschieden spielten – vor dem 0:0 gegen Topteam Leipzig hatte es bei Union Berlin ein 2:2-Remis für den VfL gegeben.

Nur zwei Unentschieden – es sind Sorgen, die der FC Augsburg gerne hätte. Die Fuggerstädter haben in den vergangenen fünf Bundesliga-Partien lediglich einen Punkt eingefahren und kassierten zuletzt sogar drei Niederlagen in Folge. Zu viel für die Verantwortlichen des FCA, die nach dem 0:2 bei Spitzenreiter Bayern München die Reißleine zogen und sich von Trainer Martin Schmidt trennten.

„Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber aufgrund der Bilanz von lediglich vier Punkten aus neun Begegnungen sind wir zu der Überzeugung gekommen, auf der Trainerposition eine Veränderung vorzunehmen“, erklärte FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter am Montag das Aus für den ehemaligen Coach des VfL Wolfsburg. Und Reuter schob nach: „Es wird immer wieder schwierige Phasen geben, die es zu überstehen gilt. In der aktuellen Situation sehen wir unser Ziel Klassenerhalt jedoch als gefährdet an, so dass wir zu diesem Entschluss gekommen sind.“

Nur einen Tag nach der Trennung von Martin Schmidt präsentierte der Tabellen-14., der nur fünf Punkte Vorsprung auf Relegationsrang 16 hat, mit Heiko Herrlich bereits seinen Nachfolger. „Er ist ein absoluter Fachmann, der die Bundesliga als Spieler, aber auch als Trainer kennt“, sagte Stefan Reuter über Herrlich, der bis zum 23. Dezember 2018 bei Bayer Leverkusen tätig und zuletzt vereinslos war.

Der 48-jährige Herrlich, der einen Vertrag bis 2022 unterschrieb, soll die Augsburger zurück in die Erfolgsspur und somit zum Klassenerhalt führen.

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