Velpke stoppt Veranstaltungen - Neue Helmstedter
14. März 2020
Gesundheit

Velpke stoppt Veranstaltungen

Corona: Fricke verschiebt Sportlerehrung und sagt Dankeschön-Frühstück ab

Ein Magnet für Gäste aus der Umgebung war die Velpker Messe. In diesem Jahr findet sie nicht statt. Foto: BZV-Archiv/Weber

Velpke. Das Coronavirus hat jetzt konkrete Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben auch in der Samtgemeinde Velpke. Bereits Anfang der Woche strich die Werbegemeinschaft Samtgemeinde Velpke ihre Velpker Messe. Sie hätte am 25. und 26. April stattfinden sollen. Im Laufe der Woche reagierte schließlich auch die Verwaltung. Sie sagte die Sportlerehrung sowie das Dankeschön-Frühstück für die Feuerwehren ab. Außerdem, so hieß es, würden auch die Osterfeuer auf den Prüfstand gestellt.

Die Werbegemeinschaft begründete ihre Entscheidung, die Messe in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen, mit einem unkalkulierbaren Risiko, sowohl wirtschaftlich als auch im Hinblick auf das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus. Mit ihrer Entscheidung kamen die Organisatoren einer behördlichen Anordnung zuvor. Demnach müssen Veranstaltungen ab 1000 Menschen ausfallen. Die Verbraucherschau im und rund um das Schützenhaus in Velpke findet im Wechsel mit der Drömlingsmesse in Vorsfelde statt. Einen Ausweichtermin wird es wohl nicht geben. In einem Telefonat mit unserer Zeitung nannte Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke die Entscheidung der Organisatoren richtig und nachvollziehbar. Er sei von Beginn an involviert gewesen.
Der erste Mann im Rathaus hat nun ebenfalls Konsequenzen aus der aktuellen Entwicklung rund um das Virus gezogen. Die für den 25. März geplante Sportlerehrung der Samtgemeinde findet nicht statt. Als Ersatztermin brachte Fricke den 30. September ins Spiel. Als weitere Veranstaltung wird auch das Dankeschön-Frühstück für die Feuerwehren in der Samtgemeinde abgesagt. Es sollte am 19. April stattfinden. Ob und wann es einen Ersatztermin geben könnte, müsse noch besprochen werden, so Fricke.

Auf die Menschen sieht der erste Mann in der Samtgemeinde erhebliche Einschränkungen zukommen, die aber vertretbar seien. „Jeder muss auf Einiges verzichten, insbesondere auf Reisen oder Teilnahmen an größeren Veranstaltungen.“

Alle sollten einen Teil dazu beitragen, so der Verwaltungschef, die Ausweitung des Virus zumindest zu verlangsamen. „Bei Jüngeren sehe ich auch die Aufgabe, die ältere Generation darauf aufmerksam zu machen. Es ist ernst“, fordert er.

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