3. März 2020
Freizeit

„Erst kommt natürlich mal Sisbeck“

Sisbecker Senioren feierten ihren Karneval

Die Sisbecker Senioren feierten fröhlich Karneval. Foto: Erik Beyen

Klein Sisbeck. Was der Amerikanische Präsident kann, das konnten die Menschen in Klein Sisbeck schon viel länger. „America first?“, nein, das geht anders: „Erst kommt natürlich mal Sisbeck.“

So jedenfalls sehen das die Närrinnen und Narren im Dorfe, und die älteren unter ihnen taten das zu ihrem Faschingsfest am Mittwoch im Vereinsheim des SSC Klein Sisbeck auch lautstark kund. Der Satz ist nämlich Teil des Refrains eines ganz speziellen Sisbeck-Liedes. Für ihre Fete verlängerten die Senioren die fünfte Jahreszeit kurzerhand. Wer braucht schon Aschermittwoch? „Das Seniorenleben in Klein Sisbeck funktioniert“, erklärte Gudrun Krokowski.

Der Nachname ist in Sisbeck Programm, denn die Krokowskis engagieren sich vielfältig für ihren Ort. Zu den Seniorennachmittagen, die einmal im Monat stattfinden, kämen regelmäßig 30 bis 32 Damen und Herren ab 63 Jahren, erzählt die Seniorenbeauftragte. An diesem Mittwoch hatte Klaus Reichelt sein Akkordeon mitgebracht, und auf den Tischen lagen Reclam-Heftchen mit deutschen Volksliedern. „Wir singen bei jedem Treffen“, so Krokowski.

anz am Anfang aber steht diesmal: Kaffeetrinken bei Blechkuchen. Dann startete das Programm. „Erst kommt natürlich mal Sisbeck“, das Lied hat gezählt unendlich viele Strophen, die sich mit dem Dorfgeschehen befassen. Klaus Reichelt übernahm mit seinem Akkordeon die Begleitung und sang die Strophen, im Refrain stellten alle schunkelnd klar: „Erst kommt natürlich mal Sisbeck, dann wieder Sisbeck und dann lange gar nichts.“

Bei so viel Heimatverbundenheit würde sogar Donald Trump neidisch. Auf den Tischen waren inzwischen die Kaffeeteller verschwunden und Knabbereien gelandet, da machten Ute Winkler und Renate Krüger für ihr Programm fertig: Waldemar und Eva im Kino. Eine süße Geschichte zwischen stinkenden Socken und strengem Parfüm. Die beiden Protagonistinnen konnten ob der schrägen Dialoge hier und da selber kaum an sich halten, vor Lachen, versteht sich.

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