Mit „Else“ einmal um die Welt - Neue Helmstedter
14. Februar 2020
Menschen

Mit „Else“ einmal um die Welt

Dia-Show in der Bibliothek: Thomas Meixner radelte 98 951 Kilometer rund um den Globus

Thomas Meixner (links) besuchte den inaktiven Vulkan Chimborazo, der mit 6263 Metern Höhe über dem Meeresspiegel der höchste Berg in Ecuador ist. Foto: privat/oh

Helmstedt. 35 Länder, fünf Kontinente, 99 000 Kilometer: Der Wolfner Thomas Meixner hat die Welt bereist – allein und mit dem Fahrrad, das er liebevoll auf den Name „Else“ taufte.

Ein großes Abenteuer, bei dem er auch einmal in den Knast musste. Am Freitag, 28. Februar, erzählt der Abenteurer jetzt in einer Dia-Show seine Geschichte. Die Veranstaltung startet um 19 Uhr in der Stadtbücherei Helmstedt, Stobenstraße 31.

„Die Olympischen Spiele in Sydney mit dem Fahrrad zu erreichen, das war ursprünglich mein Ziel“, sagt Thomas Meixner. Und so begab sich der Weltenbummler mit einem Empfehlungsschreiben des Nationalen Olympischen Komitees auf Reisen.

Nachdem sich Landrat, Bürgermeister, Freunde und Familie verabschiedet hatten, trat er am 1. Mai 1998 mit über einem Zentner Gepäck auf seinem Rad erstmals in die Pedale.

„Die Tour dauerte insgesamt drei Jahre und sieben Monate“, betont Meixner, der sein Motto „Lieber gescheitert als unversucht“ ständig vor Augen hatte.

Gescheitert ist Meixner nie, denn trotz einiger Rückschläge, etwa eine schwere Infektion in Indien oder ein versuchter Raubüberfall in Ecuador, kehrte er mit seiner „Else“ glücklich am 2. Dezember 2001 wieder in seine Heimatstadt zurück.

Auf seiner Tour suchte der gelernte Elektromechaniker nicht immer die Postkartenidylle. Oft radelte er auf einsamen Strecken fernab der Touristenpfade. Keine Dschungelpiste war ihm zu dicht, kein Schlammweg zu tief, kein Berg zu hoch. „Mit ‘Else’ schaffte ich scheinbar Unmögliches“, erzählt Meixner.

Während der Dia-Show erfahren die Zuschauer alles über die russische Gastfreundschaft, neugierige Chinesen und freundliche Australier. „Und natürlich gebe ich auch alles über die schlecht gelaunte Amerikanerin preis, der ich die Nacht im Gefängnis zu ‘verdanken’ hatte“, verspricht Meixner.

Infos finden Interessierte auch unter www.thomasmeixner.de.

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